Hardy Crueger

deutscher Schriftsteller (1962–2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Hardy Crueger (* 1962 als Hardy Krüger in Oldenburg; † 27. September 2025 in Braunschweig) war ein deutscher Schriftsteller. Ab 2004 nutzte er den Künstlernamen Hardy Crueger, um Verwechslungen mit dem Schauspieler Hardy Krüger zu vermeiden.

Leben

Nach einer Ausbildung in der Industrie erlangte Crueger in Braunschweig die Hochschulreife am Institut für Erwachsenenbildung (Braunschweig-Kolleg). Er leistete Zivildienst in der Altenpflege und studierte an der Technischen Universität Braunschweig Politikwissenschaften, Soziologie und Geschichte.[1]

Anfang der 1980er Jahre sammelte Crueger als Gitarrist und Bassist erste Bühnenerfahrungen, die ihm bei Lesungen ab den 1990er Jahren im Umfeld der literarischen Underground-Bewegung Social Beat zugutekamen. Nach dem ersten Band der Rick-Xaver-Morton-Romantrilogie (RXM, 1996 bis 2006) wandte er sich endgültig der Literatur zu; 2004 folgte der Roman Glashaus.[2]

Ab 2009 war Crueger freiberuflich als Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben tätig.[1] Neben der Leitung der Krimiwerkstatt Braunschweig organisierte er literarische Veranstaltungen und führte zahlreiche literarische Projekte durch, etwa gemeinsam mit dem Schauspieler Roland Kremer inszenierte Lesungen, die über das einfache Vorlesen von Texten hinausgingen. Ab 2010 präsentierte er Lesungen der Crime-Stories Okergeschichten zusammen mit Jazz-Musikern.[3][4]

Crueger lebte in Braunschweig und starb am 27. September 2025 an einer Krebserkrankung.[5]

Werke (Auswahl)

Schriften

Hörspiele

  • Chor der Verdammten. Hörstück. Braunschweig 1996.
  • Zu treuen Händen. Rick-Xaver-Morton-Detektivhörspiel. Braunschweig 2000, ISBN 3-934896-25-1.
  • Einfach G.E.L. – oder was Sie schon immer über Lessing wissen wollten ... Hörbuch. Braunschweig 2015

Herausgaben

  • mit Jörg André Dahlmeyer: In Deutschland nichts Neues. Leutkirch 1992.
  • Die sehr verschiedenen Fälle des Privatdetektivs Rick Xaver Morton. Essen 1994.
  • Das Koppel Projekt. Berlin 1997.
  • Der Störer. Literaturzeitschrift, mit Jörg André Dahlmeyer, Braunschweig 1990–1992, Berlin 1992–1998.
  • Lesehefte der KrimiWerkstatt Braunschweig: Augenzeugen. (2006), Mordsmäßige Bescherung. (2009), Zart-Bitter-Mord. (2010), Die Kemenate. (2010), Stille Nacht: Der böse Adventskalender. (2013).
  • Verkehrstote und andere Unfälle Hörbuch, Braunschweig 2014.
  • Montags wird gemordet. Stories, Osterwieck 2011, ISBN 978-3-926560-56-8.

Einzelnachweise

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