Harihar Fort
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Harihar Fort (auch bekannt als Harshagad oder Harihargad) ist eine Bergfestung im Distrikt Nashik im indischen Bundesstaat Maharashtra. Die Anlage liegt auf 1.120 Metern Höhe in der Trimbakeshwar-Bergkette der Westghats und befindet sich etwa 40 Kilometer von der Stadt Nashik, 48 Kilometer von Igatpuri und 40 Kilometer von Ghoti entfernt. Die Festung wurde errichtet, um die Handelsroute durch den Gonda-Ghat zu überwachen. Sie ist bekannt für ihre nahezu senkrecht in den Felshang gehauenen Treppenstufen.
| Harihar Fort | ||
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Harihar Fort von Kotamwadi aus gesehen | ||
| Alternativname(n) | Harshagad, Harihargad | |
| Staat | Indien | |
| Ort | Distrikt Nashik, Maharashtra, Indien | |
| Entstehungszeit | 12.–14. Jahrhundert | |
| Burgentyp | Bergfestung | |
| Erhaltungszustand | Ruine | |
| Bauweise | Stein, Ziegel, Kalk | |
| Geographische Lage | 19° 54′ N, 73° 28′ O | |
| Höhenlage | 1120 m | |
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Geschichte
Harihar Fort entstand während der Herrschaft der Seuna-Dynastie (auch Yadava-Dynastie), die vom 9. bis ins 14. Jahrhundert über weite Teile der heutigen indischen Bundesstaaten Maharashtra, Karnataka und Madhya Pradesh herrschte.[1] Im Jahr 1636 übergab Shahaji Raje Bhosale die Festung zusammen mit Trimbakgad und weiteren Forts aus dem Raum Pune an den Mughal-Feldherrn Khan Zaman.[2] Im Jahr 1818, im Zuge des Dritten Marathenkriegs, nahm der britische Hauptmann Briggs die Festung zusammen mit 17 weiteren Forts in Maharashtra im Auftrag der Britischen Ostindien-Kompanie ein.[3]
Lage und Zugang
Am Fuß der Festung liegen zwei Ausgangsdörfer für den Aufstieg: Harshewadi und Nirgudpada (auch Kotamvadi). Harshewadi befindet sich 13 Kilometer von Tryambakeshwar entfernt; Nirgudpada liegt 40 Kilometer von Ghoti und 121 Kilometer von Mumbai entfernt. Von Ghoti aus ist Trimbakeshwar mit Bus oder privatem Fahrzeug erreichbar.[4]
Aufstieg von Nirgudpada
Der Weg beginnt an einem kleinen Hügel nördlich des Dorfes Nirgudpada und führt durch Buschwald auf einen offenen Bergrücken, der zur Festung überleitet. Bis zum Felssockel der Anlage sind etwa eine Stunde Gehzeit einzuplanen. Der markanteste Abschnitt besteht aus rund 60 Metern in den Fels gehauener Treppenstufen, die in einem Winkel von etwa 60 Grad am Felshang verlaufen.[5] Die Stufen sind an zahlreichen Stellen abgenutzt; beidseitig sind in regelmäßigen Abständen Grifflöcher in den Fels geschlagen. Nach dem Haupteingang führt der Weg nach links, wo weitere spiralförmige Felsstufen beginnen, die steiler als der erste Abschnitt sind. Dieser Aufstieg endet in einem schmalen Durchgang, der stellenweise nur einer Person gleichzeitig Durchlass bietet.[6]
Aufstieg von Harshewadi
Der Aufstieg von Harshewadi gilt als weniger anspruchsvoll. Ein breiter, sicherer Wanderweg beginnt nördlich des Nirgudpada-Hügels. Er führt durch Buschwald zu einem offenen Bergrücken, der mit der Festung verbunden ist. Nach etwa einer Stunde erreicht man den Steilhang, auf dem die Festung thront. Der Aufstieg erfolgt dann wieder über die 60 Grad geneigte Steinleiter. An vielen Stellen sind die Stufen so eng, dass jeweils nur eine Person hinaufsteigen kann. Der Weg schließt sich auf dem Plateau mit dem Pfad von Nirgudpada zusammen. Übernachtungsmöglichkeiten bestehen sowohl auf dem Festungsgelände selbst als auch in den umliegenden Dörfern.
Anlage




Von den ursprünglichen Bauten haben sich nur wenige Strukturen erhalten. Noch vorhanden ist ein Lagerhaus mit einem kleinen Eingang. Im Zentrum der Anlage befindet sich eine Reihe von acht in den Fels geschlagenen Wasserzisternen. Für einen vollständigen Rundgang über das Festungsgelände sind etwa eine Stunde einzuplanen. Neben dem Haupttreppenaufgang gibt es einen weiteren Treppenabschnitt, der zu einem verdeckten Nebeneingang führt. Von der Festung aus sind bei entsprechender Sicht mehrere benachbarte Bergforts und Gipfel sichtbar, darunter Basgad, Brahmagiri, Kapdya sowie Brahma Hill und Feni.

