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Harman (Alkaloid)

organische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Harman ist das namensgebende Alkaloid der Gruppe der Harman-Alkaloide, das Hauptalkaloid der Passionsblume Passiflora incarnata[3] und ein β-Carbolin. Es findet sich in verschiedenen Lebensmitteln, darunter in Kaffee[4] Saucen,[5] und gekochtem Fleisch.[6] Es ist auch ein Bestandteil von Tabakrauch.[7]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Harman
Allgemeines
Name Harman (Alkaloid)
Andere Namen
  • 1-Methyl-9H-pyrido[3,4-b]indol
  • Aribin
  • Locuturin
  • Passiflorin
  • 1-Methylnorharman
Summenformel C12H10N2
Kurzbeschreibung

hellgelbes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 207-642-2
ECHA-InfoCard 100.006.948
PubChem 5281404
ChemSpider 4444755
Wikidata Q15411006
Eigenschaften
Molare Masse
  • 182,25 g·mol−1
  • 248,71 g·mol−1 (Harman·Hydrochlorid)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

236,5 °C[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (25 mg·l−1 bei 25 °C)[2]
  • löslich in Ethanol und Ether[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Harman ist ein methyliertes Derivat des Norharman (Trivialname β-Carbolin) mit der Summenformel C12H10N2.

Natürliches Vorkommen

Harman ist in der Umwelt weit verbreitet. Manche Bakterienarten stellen Harman über mehrere Zwischenstufen aus Tryptophan und Acetaldehyd her. Menschen sind Harman ständig ausgesetzt.[3]

Weitere Informationen Familie, Art ...
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Tabakrauch, Wirkungen und Nachweis

Beim Erhitzen von Tabak (Tabakpyrolyse) entsteht Harman aus Tryptophan; beim Rauchen entstehen 0,7–3,6 μg/Zigarette, die über die Partikelphase des Hauptstromrauches abgegeben werden. Für die aus dem Rauch aufgenommenen Dosen ist keine pharmakologische oder toxikologische Wirkung bekannt.[3] Bei der Aufnahme hoher Dosen wird über eine euphorisierende Wirkung und Rauschzustände berichtet. Im Ames-Test wurde für Harman eine comutagene Wirkung ermittelt.[9]

Harman wird analytisch über Gaschromatographie nachgewiesen.[3]

Einzelnachweise

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