Harry Rosenthal

deutsch-jüdischer Architekt From Wikipedia, the free encyclopedia

Harry Rosenthal (* 3. Mai 1892 in Posen; † 17. Januar 1966 in London) war ein deutscher Architekt.

Denkmalgeschütztes Haus für Josef Thorak in Bad Saarow

Leben

Harry Rosenthal begann vor dem Ersten Weltkrieg ein Studium der Architektur an der Technischen Hochschule München bei Theodor Fischer. Nach einer schweren Kriegsverletzung setzte er dieses ab 1917 an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg fort und schloss es 1919 mit der Diplom-Hauptprüfung ab. In den Folgejahren arbeitete er in den Büros von Hans Poelzig und Bruno Taut. 1922 gründete er sein eigenes Büro[1] und entwarf, nunmehr selbständig, Wohn-, Sommer-, Land- und Atelierhäuser in Berlin und Umgebung. Seine Bauten zeigen die Auseinandersetzung mit dem Expressionismus, zeugen aber auch von seiner Beschäftigung mit den Prinzipien des Neuen Bauens. Nach 1933 emigrierte Rosenthal aufgrund seiner jüdischen Herkunft und der beginnenden Verfolgung in Deutschland nach Palästina, wo er seine Tätigkeit als Architekt fortsetzen konnte, zog dann aber, weil er das Klima nicht vertrug[2], 1939 nach London; dort geriet er weitestgehend in Vergessenheit.

Bauten

Villa Bab

Literatur

Einzelnachweise

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