Hartmut Abendschein

deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Herausgeber und Verleger From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Hartmut Abendschein besuchte das Gymnasium in Schwäbisch Hall, war Buchhändler in Stuttgart, studierte Germanistik und Anglistik in Konstanz und Glasgow, arbeitete als wissenschaftlicher Dokumentar in Köln und lebt und arbeitet seit 2003 in Bern. Er ist Herausgeber und Autor des Literarischen Weblogs taberna kritika – kleine formen[1][2], Co-Hrsg. von litblogs.netLiterarische Weblogs in deutscher Sprache (mit Chris Zintzen-Bader)[3] sowie spatien – zeitschrift für literatur (mit Benjamin Stein und Markus A. Hediger). Seit 2007 ist er Verleger der edition taberna kritika.

Werke (Auswahl)

Konzeptuelle Arbeiten (Auswahl)

  • Concrete Strategies. Übungen mit den “Oblique Strategies”, Exercises on “Oblique Strategies”. Bern 2023, ISBN 978-3-905846-70-6
  • Hartmann – Stempelroman. Mit einigen Nachbemerkungen des Autors. Bern 2021, ISBN 978-3-905846-63-8.
  • mn ltztr krnz ei ee a – Sonettenkranz, Sonder-Edition. Mit einem Nachwort von Stefan Humbel. Bern 2019, ISBN 978-3-905846-52-2.
  • Friedrich Nietzsche: «Also» sprach Zarathustra – Zählung, Dichtung, Diagramme. Mit einem Nachwort von Frank Fischer. Bern 2018, ISBN 978-3-905846-50-8.
  • Recycling Le Tour de France. Komposition für drei Soundboards, eine Yamaha PSR-420 und diverse, künstliche Stimmen – Partitur, Dokumentation, Materialien. Video & limitierte Printedition, Bern 2014, ISBN 978-3-905846-29-4.
  • jetzt ist es ein kunstwerk – 100 Flooksbooks nach Sam Kautsch, Bern 2012, ISBN 978-3-905846-21-8.
  • The Chomskytree-Haiku (Rhizome(Rhizome)) / TCT-H (R(R)). Eine intermediale Allegorie poetischen Arbeitens. Online-Installation, Bern 2011.
  • iKindle – micro reading device (Readymade), Bern 2011, ISBN 978-3-905846-14-0.
  • Ueberich I. Datenbank der Realfiktionen / Database of real fiction 1(2)/2009. Video (60 Min.), Bern 2011.
  • ONPOS – Wörter, die es gar nicht gibt. Bern 2010, ISBN 978-3-905846-13-3.
  • Das blaue Buch der Weissheit. Bern 2010, ISBN 978-3-905846-09-6.
  • Bibliotheca Caelestis. Tiddlywikiroman. edition taberna kritika, Bern 2008, ISBN 978-3-905846-02-7.

Aufsätze (Auswahl)

  • Konzeptuelles Publizieren und bibliothekarische Praxis. In: Artefakte der Avantgarden 1885–2015. Hrsg. von Werner, Klaus / Gilbert, Annette / Ortlieb, Cornelia / Bühlhoff, Andreas. ISBN 978-3-534-27665-3. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2023.
  • Andere Namen. Der Bibliothekskatalog als poetisches Objekt. In: „Bibliophilie“ (Hrsg. W. Schneider-Lastin), ISBN 978-3-033-08479-7. Librarium I/2021.
  • Precision and Recall. Auszüge. In: perspektive 96+97, April 2019.
  • Notula Nova – Notatpoetik und (Ko(n))Textproduktion im literarischen Weblog. In: Norbert Lange (Hrsg.): Metonymie. Verlagshaus J. Frank. Berlin, 2014. ISBN 978-3-940249-58-6.
  • Heliosis, oder: Vom (Un)Trost einer Literaturgeschichte als Klimageschichte. In: außer.dem Nr. 19, 2012.
  • Der literarische Troll. Spekulationen zum Verständnis einer Funktion als Figur (Essay). Bern, 2012.[4]
  • Rede der toten Lady Gaga von der Kanzel herab, dass nur [reine Oberfläche] sei. (dt./frz.) In: Chair(e) Fiction. Ausstellungskatalog. Le Noirmont: La Nef, 2011. ISBN 978-2-8399-0912-9.
  • Neue Wege für die Literatur im Netz: literarische Weblogs. In: orte 166 (2011).
  • Hybride Projekte – Schreiben, Vermitteln, Verlegen in der Zeit medialer Übergänge. In: Giacomuzzi, Renate / Neuhaus, Stefan / Zintzen, Christiane (Hrsg.): Digitale Literaturvermittlung: Praxis, Forschung und Archivierung. Innsbruck, 2010. ISBN 978-3-7065-4883-0.
  • Der Autorname als URL. In: Berliner Gazette, 9. Februar 2009.[5]
  • Autorgenesen. Die Erfindung des Autors durch das Wort. In: Marvin Chlada/Gerd Dembowski (Hrsg.): Das Foucaultsche Labyrinth. Alibri, 2002. ISBN 3-932710-32-0.

Auszeichnungen

  • 2010: Isla-Volante-Literaturpreis[6] für Die Träume meiner Frau
  • 2016–2020: Verlagsförderung für etkbooks, Bundesamt für Kultur (BAK)[7]
  • 2020: Schreibstipendium des Kantons Bern
  • 2020: "Weiterschreiben". Literarische Auszeichnung der Stadt Bern (Spezialpreis)[8]
  • 2021–2024: Verlagsförderung für etkbooks, Bundesamt für Kultur (BAK)[9]

Literatur

  • Thomas Morawitzky: Literarische Inseln im digitalen Meer. Porträt von Hartmut Abendschein. Stuttgarter Nachrichten, 4. Januar 2013
  • Gesine von Prittwitz: Steglitz stellt Hartmut Abendschein mit „taberna kritika“ vor. SteglitzMind, 12. Dezember 2012[10]

Einzelnachweise

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