Hartmut Barth-Engelbart
deutscher Autor
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Hartmut Barth-Engelbart, Pseudonyme unter anderem Carl Hanau, HaBE (* 11. April 1947 in Michelstadt), ist ein deutscher Autor.
Leben
Barth-Engelbart wurde 1947 als achtes von neun Kindern in einer protestantischen Familie in Michelstadt geboren.[1] Nach Beendigung der Schulausbildung war er ab 1966 Reserveoffiziersanwärter, schließlich Ausbilder bei der Bundeswehr.[2] Bei der Frankfurter Rundschau begann er 1968 eine Schriftsetzerlehre, die jedoch nur einen Tag währte, weil er am Folgetag an einer Anti-Vietnamkrieg-Demo in Frankfurt teilnahm und im Zuge von politischen Auseinandersetzungen von einem Vordach stürzte und sich an beiden Füßen die Sprunggelenke brach.[1]
Barth-Engelbart begann 1969 das Studium der Psychologie und Pädagogik, wechselte nach vier Semestern zur Grundschulpädagogik und absolvierte 1978 sein zweites Staatsexamen.[1] Von 1971 bis 1974 war er Lehrbeauftragter an einer Grundschule in Frankfurt-Rödelheim und Mitglied der Streikleitung der Lehrbeauftragten. 1972 wurde er Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft junger Lehrer und Erzieher“ in der GEW (AjLE) und des GEW-Landesvorstands.[3]
1974 wurde Barth-Engelbart Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW)[1], für den er 1978 bei der Landtagswahl in Hessen erfolglos kandidierte.[4] Einem Parteiausschluss wegen mangelnder „Linientreue“ kam er 1979 mit seinem Austritt zuvor.[1]
Von 1974 bis 1978 war Barth-Engelbart stellvertretender Vorsitzender des Personalrats des Studienseminars und von 1974 bis 1976 am Aufbau der GEW-Gruppe und GEW-Obmann in Bruchköbel-Süd. Aufgrund eines Unvereinbarkeitsbeschlusses gegen den KBW wurde er 1978 aus der GEW ausgeschlossen.[3]
Da er 1978 nicht in den Schuldienst übernommen wurde, arbeitete er bis 1991 in unterschiedlichsten Jobs.[1] 1980 wurde er Mitglied der ÖTV, der Streikleitung und des ÖTV-Landesvorstands und arbeitete ab 1991 wieder im Schuldienst.[3] 1993 wurde er verbeamtet und arbeitete dann als Grundschullehrer.[1] Laut Eigenangaben war er bis 2006 Grundschullehrer und Kinderchorleiter.
Zusammen mit dem Komponisten und Saxophonisten des Ensemble Modern, Wolfgang Stryi, veranstaltete Barth-Engelbart zwischen 1991 und 2004 verschiedene Lesungen.[5]
Schriften
- Anthologie 2009 - Die Würde des Menschen ist. Literaturforum Hanau/Main - Kinzig ISBN 3-940372-10-2 / ISBN 978-3-940372-10-9
- „C'est la vie“ oder was sind wir doch für Schweine geworden, Amsterdam 1991. ISBN 3-89408-306-9.
- Eine Abrechnung mit dem Rechnen. In: Karlheinz Burk: Die neue Schuleingangsstufe, Beltz: Weinheim, Basel 1998. 147 S. ISBN 3-407-62387-9.
- Osterspaziergang. In: Menschenversuch, Collage-Roman, Edition Gallas: München 2000.
- Menschenversuch, München 2000. ISBN 3-00-007341-8.
- Lakonisches Lächeln. Erzählung, Yedermann: München-Riemerling 2001. 99 S. ISBN 3-935269-14-5.
- „Grenzgänger“, Collageroman zwischen Polen und Deutschland, in: 17 × Lyrik&Prosa, Hanau 2001. ISBN 3-927040-00-2.
- 26 Gedichte & Poeme, in: 7 × Krieg und Un-Frieden, Hanau 2003. ISBN 3-927040-00-2.
- Widerstandslesungen in Hanau. In: El Awadalla, Traude Korosa (Hrsg.): ... bis sie gehen. Vier Jahre Widerstandslesungen. Ein Lesebuch. Sisyphus: Klagenfurt 2004. ISBN 3-901960-19-8. S. 151 ff.
- Unter Schlag Zeilen: befreite Worte – gebrochene Reime zur Lage, Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005. 313 S. ISBN 3-88975-107-5.
- Zora, Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005, 58 S. ISBN 3-88975-128-8.
- Als Peter Kammer einmal ganz unerwartet warten musste (Erzählung aus dem Prosa-Zyklus GRENZGÄNGER in "17 X LYRIK & PROSA"), Uwe Backhaus Verlag, Hanau 2001, ISBN 3-927040-00-2
- "Frühling in Prag (zweiter Frühling, dritter Einmarsch)" in "Politische Lyrik – Schlafende Hunde VIII", zusammen mit Bingel, Bittner Schoof, Naujoks u. a. Hrsg. Thomas Bachmann, Leipzig 2023, ISBN 978-3-89793-364-4