Haskell P. Rosenthal

US-amerikanischer Mathematiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Haskell Paul Rosenthal (* 8. Juli 1940 in Bowman, North Dakota; † 5. Dezember 2021 in Houston, Texas) war ein US-amerikanischer Mathematiker.

Leben

Haskell Paul Rosenthal wurde am 8. Juli als Sohn der Lehrer Joseph Rosenthal und Sarah Marcia Cohen in der ländlichen Kleinstadt Bowman in North Dakota geboren. Im Alter von sechzehn Jahren gewann er ein National Merit Scholarship und machte mit zwanzig Jahren seinen Bachelor-Abschluss in Mathematik am Massachusetts Institute of Technology.[1] Er wurde 1965 unter Karel de Leeuw mit der Dissertation Projections onto Translation-Invariant Subspaces of (Projektionen auf translationsinvariante Unterräume von Lp(G)) an der Stanford University promoviert.[2][3] Anschließend lehrte er an der University of California, Berkeley mit Aufenthalten an den Universitäten Rice University in Houston und Ohio State University in Colummus. Er trat dann eine Stelle an der University of Illinois in Chicago, Urbana-Champaign mit einem Sabbatjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1979 ging er schließlich an die University of Texas in Austin, wo er 25 Jahre lang blieb und 2005, gesundheitlich bereits geschwächt, emeritiert wurde.[1]

Seine mathematischen Interessen waren Banachraumtheorie, Räume linearer Operatoren, invariante Unterräume von Operatoralgebren und Nevanlinna-Klassen meromorpher Funktionen.[4] Zu seinen wichtigsten Ergebnissen gehören das zusammen mit Joram Lindenstrauss bewiesene Prinzip der lokalen Reflexivität, nach dem sich jeder endlich-dimensionale Unterraum eines Bidualraums eines Banachraums bis auf einen beliebig kleinen Banach-Mazur-Abstand bereits im Ausgangsraum wiederfindet,[5] und das heute sogenannte -Theorem von Rosenthal,[6] nach dem ein Banachraum genau dann keinen zum Folgenraum isomorphen Unterraum enthält, wenn jede beschränkte Folge eine schwache Cauchy-Teilfolge enthält.[7] Er ist ferner der Verfasser des Kapitels 36 über -Räume im Handbook of the Geometry of Banach Spaces.[8]

Haskell Rosenthal war zweimal verheiratet, er hatte drei Kinder und drei Stiefkinder. Er starb am 5. Dezember 2021 im Alter von 81 Jahren.[1]

Einzelnachweise

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