Hatebreed

US-amerikanische Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Hatebreed ist eine US-amerikanische Metallic-Hardcore-Band aus Bridgeport, Connecticut. Sie haben ein Coveralbum und acht Studioalben veröffentlicht, von denen zuletzt „Weight of the False Self“ 2020 erschien. Ihr Musikstil vermischt Einflüsse des Hardcore-Punks mit Heavy-Metal. Hatebreed-Konzerte sind vor allem in den USA für ihren sehr intensiven Moshpit bekannt, der oft zu Verletzungen führt.

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Hatebreed
Hatebreed auf dem Reload Festival 2024

Hatebreed auf dem Reload Festival 2024

Allgemeine Informationen
Herkunft Bridgeport, Connecticut, USA
Genre(s) Metalcore, Hardcore-Punk
Aktive Jahre
Gründung 1994
Auflösung
Website hatebreed.com
Aktuelle Besetzung
Jamey Jasta (seit 1994)
Gitarre, Gesang
Wayne Lozinak [1994–1996] (seit 2009)
Gitarre
Frank „3 Gun“ Novinec (seit 2006)
Matt Byrne (seit 2001)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Dave Russo (1994–1996)
Jamie „Pushbutton“ Muckinhaupt (1997–1999)
Rigg Ross (1999–2001)
Larry Dwyer Jr. (1994–1996)
Matt McIntosh (1996–1999)
Lou „Boulder“ Richard (1997–2002)
Sean Martin (1999–2009)
Chris Beattie (1994–2024)
Schließen

Geschichte

Die Band, die um den Frontmann Jamey Jasta (damals noch Roadie der Band Integrity) in New York entstanden ist, spielt harten, metallischen Hardcore-Punk der neueren Schule. Nach ihrer Gründung nahm die Band ein Demo mit 3 Liedern auf, welches sie lokal verkauften. Diese 3 Lieder wurden 1995 auf einer 7" Split-EP zusammen mit der New Yorker Band Neglect zu veröffentlicht. In Folge nahm die Band die EP Under the Knife auf, welche 1995 auf dem Label Big Wheel Recreation erscheinen sollte. Entgegen der Planung veröffentlichte man die EP in Eigenregie und ging zusammen mit der englischen Band Voorhees auf Tour an der US Ostküste und im mittleren Westen. Im folgenden Jahr veröffentlichte die Band ihr Album Satisfaction is the Death of Desire auf Victory Records, das Album verkaufte mehr Einheiten als jedes andere Debütalbum des Labels zuvor. Touren mit Bands wie Slayer, Deftones, Entombed und Napalm Death beeinflussten die Musik der Band und brachten diese auch Nicht-Hardcore-Fans näher.[1] Diese Einflüsse zeigten sich auf den nächsten beiden Veröffentlichungen Perseverance in 2002 und The Rise of Brutality in 2003.[1]

In 2004 nahm die Band an der Unholy Alliance-Tour in Europa mit Bands wie Slayer, Slipknot und Mastodon teil.[2] Direkt im Anschluss trat die Band auf dem Download-Festival in Castle Donington (GB) im Juni 2006 auf.[3] Es folgte eine Europa-Tour mit einem Auftritt auf dem Ozzfest 2006 neben Bands wie DragonForce, Lacuna Coil, Avenged Sevenfold, Disturbed und Co-Headlinern System of a Down.[4]

Nach dem Wechsel vom Hardcore-lastigen Label Victory Records zum Major-Label Universal Music in 2006 änderte sich die Musikrichtung weiter in Richtung Metalcore. Die Band veröffentlichte ihr viertes Album „Supremacy“, unterstützt von Frank „3 Gun“ Novinec, der zuvor bei Bands wie Ringworm, Terror und Integrity tätig war, als zweiten Gitarristen.[5]

Hatebreed waren außerdem nominiert für den Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ für den Song Live for This,[6] der 2003 auf dem Album The Rise of Brutality erschienen war[7] und sind auf dem Soundtrack zum Film xXx – Triple X mit dem Stück I Will Be Heard vertreten. Auch der Song Bound to Violence ist auf dem Soundtrack zum Film The Punisher (2004), welcher 2004 veröffentlicht wurde, zu finden.[8]

Am 13. September 2006 nahm sich Lou Richards, ehemaliger Gitarrist der Band, das Leben. Lou Richards war am Album Satisfaction is the Death of Desire 1997 beteiligt und verließ die Band in 2002.[9]

Seit 2006 touren Hatebreed mit dem Lichttechniker Martin Kames, welcher auch die beiden offiziellen Videos zu Destroy Everything und Never Let It Die gefilmt und geschnitten hat. Für das Video zu Never Let It Die hat er auf der Hatebreed Europe Tour 2007 sowie auf der Persistence Tour 2007 das Leben der Band auf und hinter der Bühne mitgefilmt und so Einblicke in Alltag und Leben der Musiker gewährt. Martin Kames ist zudem für die Bühnenshow der Band, welche Flammenwerfer, CO2-Jets und pyrotechnische Effekte umfasst, verantwortlich.[8]

2008 erschien der Soundtrack zum Film Punisher: War Zone zu dem Hatebreed den Sepultura Cover Refuse / Resist beisteuerte.[10]

Am 9. Februar 2009 verließ Gitarrist Sean Martin die Band nach 10 Jahren. Seine Stelle wurde von Wayne Lozinak übernommen.[11]

Das Lied In Ashes They Shall Reap vom Album Hatebreed ist Teil des offiziellen Soundtracks zum Kinofilm Saw VI.

Hatebreeds fünftes Studioalbum Hatebreed erschien im September 2009; zuvor hatte die Band im Mai 2009 das Album For the Lions mit Coverversionen von Bands, die die Band maßgeblich beeinflusst hatten, veröffentlicht.

Am 25. Januar 2013 erschien das sechste Studioalbum der Band, die nun zum Label Nuclear Blast gewechselt hatte. Es trägt den Titel The Divinity of Purpose.[12]

Mit The Concrete Confessional erschien am 13. Mai 2016 das siebte Album.[13]

2020 veröffentlichte Hatebreed das Lied When the Blade Drops und kündigte ein neues Album für 2020 an, welches ebenfalls bei Nuclear Blast unter dem Titel Weight of the False Self erschien.[14]

Im Februar bestätigte Beattie sein Ausscheiden bei Hatebreed und stellte klar, dass es nicht seine Entscheidung war die Band zu verlassen.[15] Beattie schaltete daraufhin Anwälte ein, wodurch es zu einem Rechtsstreit kam.[16]

Im August 2025 wurde Gitarrist Lozinak erfolgreich ein gutartiger Tumor aus dem Gehirn entfernt.[16]

Im Juli 2025 erschien eine Single von Hatebreed mit dem Titel Make The Demons Obey.[17] Laut Schlagzeuger Byrne ist Stand Oktober 2025 ein neues Studioalbum zu 85–90 % fertig und soll irgendwann 2026 veröffentlicht werden.[16]

Stil

In früheren Tagen spielte die Band einen eher punklastigen (Old-School-)Hardcore-Sound (Empty Promises, We Still Fight), doch in jüngerer Vergangenheit vermehrt New-School-Hardcore (In Ashes They Shall Reap, Words Became Untruth), der sich vor allem durch brutale und eher unmelodische Metalelemente kennzeichnet.

Bezeichnend für den Stil sind die langen und besonders hervorgehobenen Breakdowns sowie „stampfende“ Moshparts. Prägend für den Sound sind vor allem auch harte, metallastige Gitarrenriffs, die nach vorne treibenden, Doublebass-lastigen Schlagzeug-Rhythmen und der charakteristische Gesang des Sängers Jamey Jasta. Die Gruppe gilt mit ihrem Sound vielfach als Wegbereiter für Gruppen mit ähnlichem Stil.[18]

In ihren Texten geht es vorwiegend um relativ unpolitische Themen wie etwa Familie, Eltern und um Zusammenhalt generell.

Bandmitglieder

Diskografie

Alben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1997 Satisfaction Is the Death of Desire
Victory Records
Erstveröffentlichung: 11. November 1997
2002 Perseverance
Universal Records
US50
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. März 2002
2003 The Rise of Brutality
Roadrunner Records
US30
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2003
2006 Supremacy
Roadrunner Records
DE52
(2 Wo.)DE
AT64
(1 Wo.)AT
CH95
(1 Wo.)CH
US31
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. August 2006
2009 For the Lions
Koch Records
US58
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2009
Coveralbum
Hatebreed
Roadrunner Records
DE45
(1 Wo.)DE
AT60
(1 Wo.)AT
US37
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. September 2009
2013 The Divinity of Purpose
Nuclear Blast
DE25
(2 Wo.)DE
AT28
(2 Wo.)AT
CH40
(1 Wo.)CH
US20
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. Januar 2013
2016 The Concrete Confessional
Nuclear Blast
DE17
(2 Wo.)DE
AT23
(1 Wo.)AT
CH20
(2 Wo.)CH
UK78
(1 Wo.)UK
US25
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2016
2020 Weight of the False Self
Nuclear Blast
DE36
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 27. November 2020
Schließen

Musikvideos

  • Worlds Apart
  • I Will Be Heard
  • Perseverance
  • This Is Now
  • Live for This
  • To the Threshold
  • Defeatist
  • Destroy Everything
  • Never Let It Die
  • Ghosts of War (Slayer-Cover)
  • Thirsty and Miserable (Black-Flag-Cover)
  • In Ashes They Shall Reap
  • Everyone Bleeds Now
  • Put It to the Torch
  • Honor Never Dies
  • Looking Down the Barrel of Today
  • When the Blade Drops[19]

Videoalben

  • 2008: Live Dominance

Sonstiges

Commons: Hatebreed – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Related Articles

Wikiwand AI