Haushahn Aufzüge

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Die C. Haushahn GmbH & Co. KG ist ein Hersteller von Aufzügen. Unternehmenssitz ist Stuttgart-Feuerbach. Neben dem Hauptsitz verfügt das Unternehmen über 21 weitere Standorte in Deutschland.[1]

Schnelle Fakten C. Haushahn GmbH & Co. KG ...
C. Haushahn GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1889
Sitz Stuttgart-Feuerbach, Deutschland
Leitung Stefan Müller
Branche Aufzüge
Website www.haushahn.de
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Geschichte

Historisches Logo
Firmensitz in der Heilbronner Straße in Stuttgart

Im Jahr 1889 übernahm Immanuel Hahn die mechanische Werkstatt des Carl Haushahn in Stuttgart[2] und baute zunächst Boden- und Dezimalwaagen, wie bereits sein Vorgänger. 1894 folgte der Bau der ersten Aufzüge und die Entwicklung eigener elektrischer Antriebe.[3] Um 1900 wurden elektrische Aufzüge mit Knopfsteuerung gefertigt.

1922 entstanden Aufzüge für Hochhäuser, darunter Anlagen für den Bahnhofsturm in Stuttgart. In diesem Zusammenhang wurden auch eigene Steuerungssysteme entwickelt. Ab 1929 fertigte das Unternehmen Schnellaufzüge. Ab 1943 war der Diplom-Ingenieur Siegfried Hahn-Woernle (1918–2003) im von seinem Großvater gegründeten Familienunternehmen tätig. Die ersten Panoramaaufzüge wurden ab 1969 gefertigt, ein Jahr später wurde der Kranbau eingestellt.

1970 erweiterte Haushahn seine Aktivitäten im Bereich Lagertechnik durch den Erwerb des Unternehmens Weissert & Hieber. 1988 wurde dieser Bereich aus dem Unternehmen ausgegliedert. Daraus ging später die eigenständige Viastore hervor.[4]

Ab 1992 wurden Planetengetriebe als Antriebseinheit im Aufzugsbau verwendet, maschinenraumlose Aufzüge wurden ab 1997 entwickelt. 1998 wurde das Unternehmen durch den Schweizer Schindler-Konzern übernommen. Zum Zeitpunkt der Übernahme erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von rund 400 Millionen D-Mark und beschäftigte etwa 1.750 Mitarbeiter.[5]

Seit 2002 wird der Aufbau einer Zweimarkenstrategie für Deutschland vorangetrieben. Haushahn übernahm ehemalige Geschäftsbetriebe von Schindler und verband sie zur deutschlandweit tätigen Haushahn-Gruppe. In den folgenden Jahren wurden mehrere kleinere regionale Unternehmen übernommen und in die Organisationsstruktur von Haushahn integriert. Dazu gehörten unter anderem kleinere Aufzugsfirmen, die als Beteiligungsgesellschaften geführt wurden.[6]

Parallel dazu war das Unternehmen an größeren Infrastrukturprojekten beteiligt. So lieferte Haushahn Aufzugsanlagen für das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Dies umfasste mehr als 90 Aufzüge, die das Gebäude und den Tower erschließen.[7] 2016 lieferte das Unternehmen Aufzugsanlagen für ein Büro- und Konferenzgebäude der BASF in Ludwigshafen.[8]

Geschäftsfelder

Haushahn ist ein Unternehmen der Aufzugstechnik und bietet Aufzüge sowie zugehörige Dienstleistungen an.[5] Nach Angaben des Unternehmens werden im Kundendienst Anlagen von mehr als 240 unterschiedlichen Aufzugsmarken betreut.[9]

Produkte

Haushahn Aufzug Fraport

Haushahn entwickelt Aufzugssysteme für unterschiedliche Gebäudetypen[10] (etwa Wohn- und Geschäftsgebäude) mit unterschiedlichen Traglasten, Förderhöhen und Geschwindigkeiten. Die Anlagen werden sowohl im Neubau als auch bei Modernisierungen oder Nachrüstungen eingesetzt.[8][11][12] Darüber hinaus entwickelt und installiert das Unternehmen Aufzüge für besondere Anforderungen, darunter Lastenaufzüge für industrielle Anwendungen sowie Panoramaaufzüge.[12][8]

Außerdem bietet Haushahn digitale Systeme für Aufzugsanlagen an. Dazu gehören unter anderem digitale Planungswerkzeuge für Architekten. Ein Teil der Anlagen kann über Onlinekonfiguratoren geplant und in digitale Gebäudemodelle (Building Information Modeling) integriert werden. Die Systeme unterstützen die Anpassung an unterschiedliche Gebäudetypen sowie an verschiedene bauliche Anforderungen.[10][13]

Zudem umfasst das Angebot digitale Medienfunktionen im und am Aufzug, darunter projektionsbasierte Informationsanzeigen an den Türen sowie Bildschirme und kombinierte Spiegel-Displays in der Kabine, über die Inhalte wie Nachrichten, Hinweise oder Werbung angezeigt werden können.[14][15]

Dienstleistungen

Zu den Dienstleistungen gehören auch Serviceleistungen für bestehende Aufzüge.[12] Diese umfassen die Instandhaltung, Inspektion, Diagnose technischer Störungen sowie den Austausch oder die Instandsetzung von Komponenten wie Motoren oder Steuerungselementen. Wartungsverträge können auch Ersatzteile und Instandsetzungen einschließen.[11][16]

Serviceleistungen werden teilweise digital unterstützt. Aufzugsanlagen können dazu an ein Kontrollzentrum angebunden werden, das Betriebsdaten überwacht. Dadurch können Störungen erkannt, Wartungsarbeiten geplant und einzelne Prüfungen oder Diagnosen aus der Ferne durchgeführt werden.[17]

Partnerschaften und Sponsoring

2023 wurde Haushahn zum Sponsor des TSV 1860 München.[18]

Haushahn ist Namenssponsor des „Haushahn Final4“, des Endturniers um den DHB-Pokal der Frauen. Eine Partnerschaft mit der Alsco Handball Bundesliga Frauen wurde 2025 bis zum Jahr 2028 verlängert.[19] Darüber hinaus tritt Haushahn seit 2024 als Partner des Handball-Supercup auf.[19]

2025 wurde Haushahn zudem Premiumpartner der Stuttgarter Kickers. Die Partnerschaft ist zunächst bis 2027 vereinbart.[20]

Einzelnachweise

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