Hebresmühle
Ortsteil von Büchenbach
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Hebresmühle (fränkisch: Häweresmil[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Büchenbach im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).[3] Hebresmühle liegt in der Gemarkung Büchenbach.[4]
Hebresmühle Gemeinde Büchenbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 15′ N, 11° 2′ O |
| Höhe: | 346 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91186 |
| Vorwahl: | 09178 |
Hebresmühle von Osten | |
Geographische Lage
Die Einöde liegt etwa 2,5 Kilometer südwestlich von Büchenbach im Flusstal der Aurach. Der Listenbach mündet dort als rechter Zufluss in die Aurach. Im Westen liegt die „Bachwiesenleite“ und im Südosten die „Mühlleite“. Die Staatsstraße 2224 führt von Schwabach kommend nach Georgensgmünd an dem Ort vorbei.[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1382 als „Halbmansmule“ erstmals urkundlich erwähnt, als Arnold von Seckendorff und sein Bruder die Mühle an die Burggrafschaft Nürnberg verkauften.[6] Diese vergaben die Mühle als Mannlehen an die Nürnberger Patrizier Geuder.[7] 1526 wurde sie nach ihrem Besitzer Heyber/Heuber „Heybersmühle“ genannt.[8][9] 1608 war sie im Besitz des Gumbertusstiftes.[7] 1623 wurde sie als „Hebreßmühle“ erwähnt.[9] 1732 hatte die „Heberleins Mühl“ laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter das Kastenamt Schwabach als Grundherrn.[7] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hebresmühle zur Realgemeinde Breitenlohe. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Mahl- und Sägemühle hatte das Kastenamt Schwabach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hebresmühle die Hausnummer 1 des Ortes Breitenlohe.[10] Die Mühle wurde lange Zeit als Ölschlagmühle betrieben. Zu der Mühle gehörten auch Felder, die für den Leinanbau genutzt wurden.[9]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Hebresmühle dem Steuerdistrikt Büchenbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Büchenbach zugeordnet.[11][12]
In den 1960er Jahren wurde der Mahlbetrieb eingestellt.[13]
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: ehemaliges Mühlengebäude mit Wohnhaus, Scheune und Stallgebäude[14]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Willibald (Büchenbach) gepfarrt.[10] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Büchenbach) gepfarrt.[24][26]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hebersmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 781 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 256.
- Eberhard Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1969, DNB 457000937, S. 28.
Weblinks
- Ortsteile > Hebresmühle. In: buechenbach.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Hebresmühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 21. November 2021.
- Hebresmühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 23. September 2019.
- Hebresmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.
