Hebridean Isles

Fähre der Reederei CalMac Ferries From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Hebridean Isles war eine Ro-Pax-Fähre der Reederei CalMac Ferries. Das Schiff gehörte Caledonian Maritime Assets in Port Glasgow, die es auch bereederten. Eingesetzt wurde das Schiff von CalMac Ferries im Liniendienst zuletzt in erster Linie zwischen dem auf der Halbinsel Kintyre am West Loch Tarbert gelegenen Kennacraig und Port Ellen und Port Askaig auf der zu den Inneren Hebriden zählenden Insel Islay.[1]

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Hebridean Isles
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Ro-Pax-Fähre
Rufzeichen GFMJ
Heimathafen Glasgow
Eigner Caledonian Maritime Assets, Port Glasgow
Reederei CalMac Ferries (Caledonian MacBrayne), Gourock
Bauwerft Cochrane Shipbuilders, Selby
Baunummer 130
Kiellegung 16. Oktober 1984
Stapellauf 4. Juli 1985
Indienststellung 5. Dezember 1985
Außerdienststellung 17. November 2024
Verbleib Abgewrackt in Esbjerg
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 85,15 m (Lüa)
78,01 m (Lpp)
Breite 15,80 m
Seitenhöhe 5,01 m
Tiefgang (max.) 3,11 m
Vermessung 3040 BRZ / 912 NRZ
 
Besatzung 24
Maschinenanlage
Maschine 2 × Mirrless-Blackstone-Dieselmotoren (Typ: BI8MB275)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 3.450 kW (4.691 PS)
Höchst­geschwindigkeit 15 kn (28 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 671 tdw
laufende Spurmeter 150 m
Zugelassene Passagierzahl 511
Fahrzeugkapazität 68 PKW
Sonstiges
Klassifizierungen Lloyd’s Register
IMO-Nr. 8404812
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Geschichte

Das Schiff wurde unter der Baunummer 130 auf der Werft Cochrane Shipbuilders in Selby gebaut. Die Kiellegung fand am 16. Oktober 1984, der Stapellauf am 4. Juli 1985 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte Ende November 1985. Das Schiff wurde am 4. Juli 1985 getauft. Taufpatin war Katharine, Duchess of Kent.[2] Das Schiff war damit das erste der Reederei, das von einem Mitglied der britischen Königsfamilie getauft wurde. Gleichzeitig war es das erste Schiff der Reederei, das nicht von einer schottischen Werft gebaut und das erste Schiff der Reederei, das durch einen Querstapellauf – wie auf der an der Ouse liegenden Bauwerft aufgrund der dortigen Platzverhältnisse üblich – zu Wasser gelassen worden war.[3] Die Baukosten des Schiffes beliefen sich auf £ 5,5 Mio.[4]

Das Schiff wurde am 5. Dezember 1985 in Dienst gestellt.[5] In den Wintermonaten verkehrte es kurzfristig auf der Strecke von Ullapool nach Stornoway auf der Insel Lewis and Harris bzw. von Oban nach Craignure auf der Isle of Mull,[2] da die für die Fähre benötigte Infrastruktur in den Häfen, zwischen denen das Schiff anschließend eingesetzt wurde, noch nicht fertiggestellt worden war.[3]

Ab Mai 1986 wurde die Fähre auf der Strecke zwischen Uig auf der zu den Inneren Hebriden gehörenden Insel Skye und den auf den Inseln Lewis and Harris und North Uist der Äußeren Hebriden liegenden Häfen Tarbert und Lochmaddy eingesetzt.[6] Sie ersetzte die zuvor auf der Strecke eingesetzte Hebrides,[7] die ihrerseits zuvor für die Wintermonate 1985/1986 von der Columba ersetzt worden war. Im Jahr 2001 wurde die Strecke durch eine neu gebaute Fähre, die wieder den Namen Hebrides erhielt, übernommen. Die Hebridean Isles bediente seither überwiegend die Strecke von Kennacraig nach Port Askaig bzw. Port Ellen.[1] Neben der Verwendung als Ersatzschiff auf anderen Strecken war sie zeitweise auch an NorthLink Ferries verchartert.[8]

Hebridean Isles beim Abwracken in Esbjerg

Die Fähre wurde am 17. November 2024 außer Dienst gestellt[4][9] und zunächst in Glasgow im King George V Dock aufgelegt. Hier wurden Ersatzteile, die für die Wartung anderer Schiffe verwendet werden konnten, ausgebaut und in einem Lager von CalMac in Gourock eingelagert.[4] Das Schiff verblieb fast ein Jahr in Glasgow, bevor es am 27. Oktober 2025 zur endgültigen Demontage zur Werft Smedegaarden Ship Recycling in Esbjerg in Dänemark geschleppt und dort verwertet wurde.[10]

Technische Daten und Ausstattung

Das Schiff wurde von zwei Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotoren des Herstellers Mirrlees Blackstone (Typ: BI8MB275) mit jeweils 1725 kW Leistung angetrieben, die über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller wirkten. Es war mit einem Bugstrahlruder ausgerüstet. Für die Stromerzeugung an Bord standen vier von Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotoren von Volvo Penta angetriebene Generatoren und ein von einem Viertakt-Sechszylinder-Dieselmotor von Cummins angetriebener Notgenerator zur Verfügung.

Das Schiff verfügte über ein durchgehendes Fahrzeugdeck mit 150 Spurmetern,[11] auf dem 68 Pkw Platz fanden.[5] Das Fahrzeugdeck war über eine Bug- und eine Heckrampe zugänglich. Zusätzlich verfügte es über Seitenrampen, um auch auf Strecken eingesetzt werden zu können, die noch nicht mit Ro-Ro-Anlagen ausgestattet waren. Vor der Bugrampe befand sich ein Bugvisier, das nach oben geöffnet werden konnte. Das Fahrzeugdeck war zu etwa zwei Drittel der Schiffslänge mit den Decksaufbauten überbaut. Der hintere Teil war nach oben offen. Direkt hinter den Decksaufbauten befanden sich an beiden Seiten die Seitenrampen. Außerdem war hier ein Lastenaufzug installiert, mit dem Fahrzeuge vom Fahrzeugdeck nach oben befördert werden konnten, um das Schiff unabhängig vom Wasserstand im Hafen be- und entladen zu können. Der Lastenaufzug war mit Drehtellern versehen, mit deren Hilfe Fahrzeuge quer zur Längsachse des Schiffes gedreht werden konnten.

Oberhalb des Fahrzeugdecks befanden sich drei Decks. Auf zwei dieser Decks befanden sich Einrichtungen und Räume für die Passagiere, darunter ein Selbstbedienungsrestaurant, Ruhesessel und eine Lounge. Auf beiden Passagierdecks befanden sich offene Deckbereiche mit Sitzgelegenheiten.[12]

Die Passagierkapazität des Schiffes betrug 511 Personen.[5] An Bord war Platz für 24 Besatzungsmitglieder.[13]

Commons: Hebridean Isles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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