Hedwig Weidemann
deutsche Frauenrechtlerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hedwig Johanne Weidemann (geborene Reishaus 22. Februar 1864 in Neustettin; gestorben 23. Dezember 1942 in Hamburg) war eine deutsche Frauenrechtlerin.
Leben
Hedwig Reishaus wurde am 22. Februar 1864 in Neustettin geboren. Sie heiratete einen Kapitän und bekam zwei Kinder.[1] Die Familie wohnte in Hamburg in der Parkallee 10. Hedwig Weidemann engagierte sich in der radikalen bürgerlichen Frauenbewegung und war Mitglied des Vereins Frauenwohl, der Föderation („Hamburgisch-Altonaer Zweigverein der internationalen Föderation“, der zum radikalen Zweig der bürgerlichen Frauenbewegung gehörte), und ab 1908 im Vorstand des Vereins der Vereinigten Liberalen. 1912 gründete sie den Fortschrittlichen Frauenverein Hamburg, eine Nachfolgeorganisation des Vereins Frauenwohl. 1913 wurde sie zur Vorsitzenden des Hamburgischen Landesvereins für Frauenstimmrecht gewählt. Zudem gehörte sie dem 1910 gegründeten „Neuen Frauenclub Hamburg“ an. Der Klub bot seinen Mitgliedern zwei Klubzimmer mit Büchern, Zeitschriften, einem Klavier und einem Erfrischungsbuffet an. In den Frauenklubs gab es für die meist alleinstehenden Mitglieder auch die Möglichkeit zur Gemeinsamkeit, so waren die Räume an den Weihnachtstagen geöffnet, zum gemeinsamen Weihnachtsfest. Weidemann gründete im Rahmen des Frauenklubs 1910 eine Rednerinnenschule, um Frauen parlamentarische Regeln und Rhetorik näherzubringen.[2]
Weidemann war 1918 Vorsitzende der Ortsgruppe des Deutschen Reichsverbands für Frauenstimmrecht, der 1918 etwa 300 Mitglieder hatte.
Hedwig Weidemann starb am 23. Dezember 1942 in Hamburg. Sie wurde für ihre Arbeit von der Stadt Hamburg mit einem Frauenort geehrt.[2]