Heidi Ritter

deutsche Philologin, Germanistin und Literaturhistorikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Ritter studierte an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) Germanistik und Romanistik. 1977 wurde sie an der Philosophischen Fakultät der Halleschen Universität mit der Dissertationsschrift Vom aufklärerischen zum klassischen Theater. Untersuchungen zum Traditionsverhältnis in den Dramen von Peter Hacks zur Dr. phil. promoviert.[2] Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes hatte sie persönlich Peter Hacks kontaktiert, der sich aber in einem Brief vor einer Vereinnahmung durch rezeptionstheoretisch geprägte germanistische Untersuchungen verwahrte.[3]

Bereits ab 1970 war Ritter Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Institut der Universität Halle-Wittenberg und wurde später deren stellvertretende geschäftsführende Direktorin. Von 1980 bis 1983 war sie Lektorin für Deutsche Sprache und Literatur am Deutschen Lehrstuhl der Lajos-Kossuth-Universität in Debrecen in Ungarn sowie von 1983 bis 1984 Lektorin für Deutsche Sprache an der Deutschen Abteilung der Staatlichen Universität Jeriwan in Armenien in der damaligen Sowjetunion.[2]

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Drama und Theater im 18. Jahrhundert, die feministische Literaturwissenschaft und Frauenbilder in der deutschen Literatur um 1800 sowie die weibliche Autorschaft aber auch regionale Literaturgeschichte.[2] Heidi Ritter ist Autorin, Herausgeberin und Rezensentin zahlreicher Fachveröffentlichungen.[4] Einige Werke veröffentlichte sie zusammen mit der Philologin und Germanistin Eva Scherf. Ritter ist Geschäftsführerin der Goethe-Gesellschaft Halle (Saale) e.V.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Vom "aufklärerischen" zum "klassischen" Theater. Untersuchungen zum Traditionsverhältnis in den Dramen von Peter Hacks. (Dissertationsschrift), Halle 1976.
  • Klopstocks (Ver)Bindungen zu Frauen. mit Brigitte Meixner, Stekovics, Halle 2003, ISBN 978-3-89923-043-7.
  • Körpersprache und Körperwahrnehmung im Geschlechterdiskurs. Beiträge zum 3. Tag der Frauen- und Geschlechterforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. als Herausgeberin, Lang, Frankfurt am Main, 2004, ISBN 978-3-631-52413-8.
  • Die Weltseele durchlebt alles. Die vergessene Geschichte der mitteldeutschen Romantik. mit Eva Scherf, Projekte Verlag, Halle 2006, ISBN 978-3-86634-116-6.
  • Joseph von Eichendorff. Halle, Harz und Heidelberg. Autobiografisches. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2007, ISBN 978-3-89812-510-9.
  • Glamour, Glanz, Geschwindigkeit? Die 20er Jahre in Halle. mit Eva Scherf, Hasenverlag, Halle 2008, ISBN 978-3-939468-19-6.
  • Habe unbändig viel zu tun... Johann Christian Reil. mit Eva Scherf, Hasenverlag, Halle 2011, ISBN 978-3-939468-59-2.
  • Johann Christian Reil. Universalmediziner, Stadtphysikus, Wegbereiter von Psychiatrie und Neurologie. als Mitautorin, Psychosozial-Verlag, Gießen 2014, ISBN 978-3-8379-2349-0.
  • Vom Fischerdorf nach Sexy Kröllwitz. Ein Stadtteil von Halle. Hasenverlag, Halle 2017, ISBN 978-3-945377-31-4.
  • Zwischen Grabsteinen. Entdeckungen auf historischen Friedhöfen in Halle (Saale). Hasenverlag, Halle 2026, ISBN 978-3-912429-05-3.

Literatur

Einzelnachweise

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