Heidi Witzig

Schweizer Historikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Heidi Witzig (* 1944 in Zürich[1]; ehemals Heidi Schäppi-Witzig; heute Heidi Witzig Vetterli[2]) ist eine Schweizer Historikerin.

Leben

Witzig wuchs als Tochter eines Büromöbelfabrikanten in Frauenfeld auf.[3] Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Zürich und Florenz und promovierte 1978 in Zürich über die italienische Frührenaissance.[1] Sie arbeitete als Dokumentalistin beim Schweizer Fernsehen DRS.[4] Seit 1986 ist sie freischaffende Historikerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Alltags- und die Frauengeschichte.[1] Ihre „Arbeiten waren lange Zeit vom Zorn gegen die Ungleichstellung der Frauen getrieben gewesen“.[3] 2021 wurde sie mit einem Ehrendoktortitel der Universität Luzern ausgezeichnet.[5]

Sie vertrat ab ca. 1982[6] während acht Jahren die SP im Gemeinderat (Parlament) von Uster[7]. Als Mitbegründerin der „GrossmütterRevolution“ engagiert sie sich „für Frauen im Pensionierungsalter“ und „für ein Alter in Würde und soziale Absicherung für alle“.[8]

Witzig ist verwitwet, hat eine Tochter[1] und ist Mitglied im Verein Klimaseniorinnen Schweiz.[9]

Schriften (Auswahl)

Als Autorin
  • Heidi Schäppi-Witzig: Die Florentiner Bürger und ihre Stadt: Eine kulturgeschichtliche Analyse des 15. Jahrhunderts. Reihe W, Zürich 1978 (Dissertation).
  • mit Elisabeth Joris: Brave Frauen – aufmüpfige Weiber: Wie sich die Industrialisierung auf Alltag und Lebenszusammenhänge von Frauen auswirkte (1820–1940). Chronos, Zürich 1992; 3. Auflage 2001.
  • Polenta und Paradeplatz: Regionales Alltagsleben auf dem Weg zur modernen Schweiz 1880–1914. Chronos, Zürich 2000; 2. Auflage 2001.
  • Wie kluge Frauen alt werden: Was sie tun und was sie lassen. Mit Porträts von Sabine Bobst. Xanthippe, Zürich 2007; 3. Auflage 2008; Taschenbuchausgabe 2012.
Als Herausgeberin
  • mit Elisabeth Joris: Frauengeschichte(n): Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur Situation der Frauen in der Schweiz. Limmat, Zürich 1986; 4. Auflage 2001.
  • mit Felix Müller und Kathrin Arioli: Unruhige Verhältnisse: Frauen und Männer im Zeitalter der Gleichberechtigung. 15 Porträts aus dem Kanton Zürich. Limmat, Zürich 2002.

Einzelnachweise

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