Heidrun Eichner
deutsche Islamwissenschaftlerin
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Heidrun Eichner (* 1973 in Erlangen) ist eine deutsche Islamwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Islamwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Leben
Von 1990 bis 1996 studierte sie Islamwissenschaft, Religionswissenschaft und diverse orientalische Philologien in Wien, Berlin und Tübingen (1996 Magister Islamkunde/Vergl. Religionswissenschaft (Tübingen)). Nach der Promotion 2001 im Fach Islamwissenschaft (Ruhr-Universität Bochum) war sie von 2001 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin Averrois Opera an der RUB Bochum. Nach der Habilitation 2009 (venia legendi in Arabistik und Islamwissenschaft (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)) hat sie seit 2010 den Lehrstuhl für Islamwissenschaft an der Universität Tübingen inne.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geistesgeschichte des Islam allgemein; Philosophiegeschichte, Theologie, Mystik, Rechtstheorie (uṣūl al-fiqh), Wissenschaftsgeschichte und -theorie, Übersetzungen im kulturellen Kontext, Übersetzungsphilologie: graecoarabistisch, arabisch-lateinisch, arabisch-hebräisch und Judaeoarabica und Manuskripte, Editionstheorie.
Ihr Vater war der Linguist und Indogermanist Heiner Eichner.[1]
Schriften (Auswahl)
- Averroes (Abū L-Walīd Ibn Rušd): Mittlerer Kommentar zu Aristoteles' De Generatione et Corruptione. Paderborn 2005, ISBN 3-506-72899-7.
- mit Matthias Perkams und Christian Schäfer (Hrsg.): Islamische Philosophie im Mittelalter. Ein Handbuch. Darmstadt 2017, ISBN 3-534-26885-7.