Heiko Teggatz

deutscher Gewerkschafter From Wikipedia, the free encyclopedia

Heiko Teggatz (* 13. November 1972 in Itzehoe) ist ein deutscher Gewerkschafter. Er ist seit 2026 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) im Deutschen Beamtenbund (DBB).

Werdegang

Teggatz ist Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei. Seit 2000 ist er freigestelltes Mitglied im Bundespolizeihauptpersonalrat im Bundesministerium des Innern und seit 2021 stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbunds. Von 2019 bis 2026 war er Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. Am 20. April 2026 wurde er als Nachfolger von Rainer Wendt zum Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft gewählt.[1]

Positionen

Im April 2023 bezeichnete Teggatz die Blockadeteilnehmer bei den Klimaprotesten in Berlin als „Klimachaoten“ und „Idioten“ und forderte einen „Unterbindungsgewahrsam nach bayerischem Vorbild“ von 30 Tagen.[2]

Im November 2023 sprach Teggatz sich gegen die Schaffung des Amtes eines Polizeibeauftragten des Bundes beim Deutschen Bundestag aus, da dies ein Signal des Misstrauens gegenüber Polizeibeamten sei.[3]

Als Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft erstattete Teggatz im Zuge der Zurückweisung und Einreise dreier somalischer Asylbewerber nach Deutschland im Mai 2025 Strafanzeige wegen Einschleusen von Ausländern, Beihilfe zur unerlaubten Einreise sowie Urkundenfälschung gegen Unbekannt, wobei er unter Berufung auf verschiedene Medienberichte erklärte, dass Pro Asyl „im Hintergrund die Fäden gezogen und sich dabei strafbar gemacht haben könnte“. Pro Asyl wies solche Vorwürfe als „Verleumdung“ und „Hetze“ zurück.[4]

Im Juni 2025 legte die Bundespolizeigewerkschaft unter Teggatz gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bundespolizeigewerkschaft Manuel Ostermann Programmbeschwerde gegen die Sendung ZDF Magazin Royale vom 28. März 2025 beim ZDF ein. Die Sendung habe die Grundanforderungen an Sachlichkeit, Wahrheit, Meinungstrennung und Recherche des ÖRR nicht erfüllt, sondern habe Halbwahrheiten und ideologisch geprägte Rhetorik verbreitet.[5] Sie warfen Jan Böhmermann vor, er habe Ostermann „auf eine physisch-geistige Karikatur eines problematischen Polizeibeamten mit rechtsextremer Gesinnung reduziert und zugleich mit NS-Vokabular assoziiert.“ Böhmermann hatte in der Sendung von Ostermann als „Herrenmensch im Skoda“, „dreiviertel gefüllten Boxsack mit Blitzkriegfrisur“ und „selbstradikalisierten Michel“ gesprochen. Teggatz sagte dazu: „Böhmermann versucht Hass und Hetze unter dem Deckmantel der Satire zu verstecken. Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, dass durch mögliche Falschbehauptungen ein ganzer Berufsstand, nämlich meine Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, diffamiert wird.“[6]

Im April 2026 forderte Teggatz, als Maßnahme gegen Ausschreitungen im Fußball wieder Geisterspiele einzuführen.[7][8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI