Heilig-Kreuz-Kirche (Rötenberg)

Kirchengebäude in Rötenberg, einem Gemeindeteil von Aichhalden, einer Gemeinde im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Heilig-Kreuz-Kirche steht in Rötenberg, einem Gemeindeteil von Aichhalden, einer Gemeinde im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Evangelische Kirchengemeinde Rötenberg, die zum Kirchenbezirk Rottweil in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehört. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen.

Heilig-Kreuz-Kirche in Rötenberg

Beschreibung

Die charakteristische Dorfkirche mit bemerkenswertem spätgotischem Chor und interessanten Einzelheiten ist eine verputzte Saalkirche mit Rundbogenfenstern und polygonalem, chorartigem Abschluss auf der Westseite. Mittelalterlicher Chorturm mit dreiseitigem Chorschluss, spitzbogigen Maßwerkfenstern (Chorfenster und Schallfenster), Kantenquaderungen und Zeltdach. Sehr schmaler, spitzbogiger Chorbogen. Chorraum mit aufwendigem Sterngewölbe und Gewölbemalerei. Spitzbogige Sakristeitür mit gestäbt profiliertem Gewände, spätgotisches Sakramentshaus, Taufstein von 1487 (i). Wertvolle Bauskulptur aus dem Mittelalter; ein Eckquader mit Relief eines Steinbocks, Madonna mit Kind am Chorfenster, zwei Eckquader mit Inschriften. Am ehem. Friedhofseingang zwei als Torpfosten verwendete Steinblöcke von 1826 (i). Im Süden des Kirchhofs sind an der Kirchgasse fünf römische Säulen aufgestellt, die laut einem Bericht von Pfarrer Andler 1822 oder 1823 auf einem Allmandstück ausgegraben wurden. Außerdem waren 1898 zwei Säulenreste als Kapitelle der Emporenstützen verbaut.

Antiken Säulenreste

Geschichte

Die Saalkirche wurde anstelle eines Vorgängerbaus von 1128 nach der Zerstörung 1464 wiederaufgebaut gebaut. Sie besteht aus einem im Westen dreiseitig geschlossenen Langhaus, das 1774 erneuert wurde, einem spätgotischen, mit einem Pyramidendach bedeckten Chorturm im Osten und einem spätgotischen, an der Ostwand des Kirchturms angebauten Apsis, deren Innenraum mit einem Netzgewölbe überspannt ist.

1952 erfolgte eine Renovierung, 1961–63 die Außenerneuerung und Erneuerung Chorraum, 1971 Planung der Erneuerung des Kirchenraums mit neuer Holzdecke und Empore durch die Architekten Carl Peter und Heinz Peter in Loßburg und Oberndorf a. N.-Aistaig.

Die Orgel wurde 1973 als Opus 150 von der Stehle Orgelbau[1] errichtet.

Literatur

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Einzelnachweise

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