Heilig Geist (Hochzoll)

flachgewölbter Saalbau mit eingezogenem Chor und seitlichem Fassadenturm, dicht mit Vertikalpfeilern gegliedert, erbaut von Thomas Wechs von 1953 bis 1955, mit Ausstattung From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche Heilig Geist steht in Hochzoll, einem Stadtteil von Augsburg von Bayern. Das Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Augsburg-Hochzoll als Baudenkmal unter der Nr. D-7-61-000-1224 eingetragen.

Heilig Geist in Hochzoll

Geschichte

Ab 1905 wurde in Hochzoll eine Seelsorgestelle eingerichtet. 1905 wurde eine Notkirche errichtet, die 1912 von Albert Kirchmayer erweitert wurde. Hochzoll gehörte zunächst zur Stadtpfarrei St. Ulrich und Afra, ab 1920 wurde Hochzoll dann zur selbstständigen Pfarrei Heilig Geist.

1954/55 wurde nach Plänen von Thomas Wechs ein neues Kirchengebäude errichtet, das am 25. September 1955 durch den Bischof von Augsburg, Josef Freundorfer geweiht wurde.

Eine umfassende Innenrenovierung fand von 1979 bis 1981 statt, eine weitere grundlegende Innenrenovierung erfolgte 2014. 2017 wurden Fassade und Kirchendach renoviert.

Architektur und Ausstattung

Innenraum

Die Heilig-Geist-Kirche besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen Chor im Osten und einem Kirchturm an der Nord-West-Ecke des Langhauses. Die Flachdächer des Langhauses und des Chors bestehen aus Spannbeton-Fertigdecken. Der Innenraum ist als weiter, stützenfreier Hallenbau gestaltet, der den Blick konsequent auf den Altarraum lenkt. Das Hallenschiff misst etwa 47 Meter in der Länge und 26 Meter in der Breite.

Zentraler Blickpunkt des Altarraums ist seit 1981 das große Kreuz an der Stirnwand, geschaffen vom Bildhauer Michael Veit. Der heutige Altar entstand 1976 aus dem Steinblock des ursprünglichen Hochaltars, ebenso Ambo und Priestersitz. Der Taufstein wurde im Zuge der Neugestaltung des Chorraums 1981 ergänzt.

Zur weiteren Ausstattung zählen mehrere Heiligenfiguren. Die Marienfigur am rechten Seitenaltar stammt von Josef Henselmann, die Figuren des heiligen Josef, der heiligen Elisabeth von Thüringen und des heiligen Antonius von Padua wurden von Michael Veit geschaffen und zwischen 1986 und 2001 aufgestellt. Ebenfalls von Michael Veit stammen die Krippenfiguren, die seit 1980 schrittweise erweitert wurden und in der Weihnachtszeit im Kirchenraum aufgestellt sind. Das Figurenprogramm geht über die klassische Weihnachtskrippe hinaus und umfasst zahlreiche biblische Gestalten und symbolische Menschentypen.[1]

Der Kreuzweg aus 14 Bronzereliefs wurde 1984 eingeweiht.

Orgel

Innenraum mit Orgelempore

1955 wurde zunächst die Orgel aus der vorherigen Notkirche übernommen. 1965 wurde eine neue Orgel erbaut, die jedoch technisch mangelhaft war.

Die heutige Orgel mit 50 Registern auf drei Manualen und Pedal wurde 1982 von der WRK Orgelbau gebaut und stand ursprünglich in einem privaten Maschinensaal auf Gut Rottenried bei Gilching. Die Disposition der Orgel wurde durch Karl Maureen entworfen. 2002 wurde die Orgel in die Pfarrkirche Heilig Geist umgesetzt und am Pfingstsonntag 2002 eingeweiht.[2]

Glocken

Die fünf Glocken wurden im Jahr 1957 von Engelbert Gebhard in Kempten gegossen und haben die Tonfolge h°-d¹-e¹-g¹-a¹.[3]

Literatur

Commons: Heilig Geist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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