Heinrich Hasselbach

deutscher Pädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Wilhelm Georg Alexander Friedrich Hasselbach (* 22. Oktober 1813 in Marburg; † 29. März 1884 in Schmalkalden) war ein deutscher Pädagoge und Mitglied des Kurhessischen Ständeversammlung.

Leben

Heinrich Hasselbach wurde als Sohn des Verwalters Cornelius Hasselbach und dessen Ehefrau Jacobine Catherine Schreiber geboren und absolvierte ein Studium der Philologie an der Philipps-Universität Marburg. 1838 promovierte er mit der Dissertation De insula Thaso zum Dr. phil. und wurde Gymnasialdirektor in Marburg[1]. 1849 wechselte er in gleicher Funktion zum Gymnasium Hanau.

1850 erhielt er ein Mandat für die kurhessische Ständeversammlung, gewählt im Wahlbezirk Frankenberg. Diese wurde nach den Unruhen im Jahre 1830 zum Zweck der Beratung und Verabschiedung einer Verfassung gebildet und hatte bis 1866 Bestand, als das Land Hessen durch Preußen annektiert wurde.

Zuletzt leitete Hasselbach als Direktor die Realschule in Schmalkalden, wo er 1884 verstarb.

Familie

Er war seit 1848 mit Wilhelmine Bezzenberger verheiratet und hatte mit ihr den Sohn Heinrich (* 6. Juli 1849 in Marburg an der Lahn; † 29. März 1930 in Kassel, Bauingenieur).

Werke (Auswahl)

  • 1844 Abhandlung über Kleon
  • 1848 Ein Wort über die nothwendige Reform der kurhessischen Gymnasien
  • 1877 Mittheilungen über Schmalkalden aus der Zeit der Pfandherrschaft von Hessen-Darmstadt, insbesondere aus dem Jahre 1631

Literatur

  • Ewald Grothe (Hrsg.): Die Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlungen 1830–1866. (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 13 = Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 43). Historische Kommission für Hessen, Marburg 2016, ISBN 978-3-942225-33-5, Nr. KSV-163.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 168.
  • Philipp Losch: Die Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlung 1830–1866. Elwert, Marburg 1909, S. 26.

Einzelnachweise

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