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Heinrich Heinkelmann

deutscher radikaler Demokrat From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Friedrich August Heinkelmann (* 8. Mai 1807 in Bamberg; † 15. Februar 1866 ebenda[1]) war ein Bamberger Arzt und politischer Aktivist. Er war Mitverfasser der 14 Bamberger Artikel.

Ursprünglich hatte Heinkelmann in München, Erlangen und Jena Jura studiert und wäre so wie sein Freund und Weggefährte, der demokratische Politiker Nikolaus Titus, Advokat geworden. Heinkelmann hat aus politischen Gründen das Examen nicht bestanden und schloss ein Medizinstudium an, das er 1836 mit einer Dissertation "Ueber die Bleichsucht"[2] als Dr. med. abschloss. Ab 1839 praktizierte er als Arzt in Ebensfeld, ab 1846 in seiner Heimatstadt Bamberg. Er starb an Tuberkulose.

Während seines Studiums wurde er 1827 Mitglied der Burschenschaft Markomannia München, 1829 der Burschenschaft Germania München, 1829 der Alten Erlanger Burschenschaft Germania, 1830 der Alten Würzburger Burschenschaft Germania und 1830 wahrscheinlich der Burschenschaft in Jena. Im Zuge der Demagogenverfolgung wurde er wegen seiner burschenschaftlichen Betätigung im Schwarzen Buch der Frankfurter Bundeszentralbehörde (Eintrag Nr. 651) festgehalten.[3]

Neben Nikolaus Titus war Heinkelmann der prominenteste Bamberger Demokrat während der Revolution von 1848/49. Schon die Jahre davor war er politisch tätig. Während des Studiums war er wegen einer Hochverratsanklage in Untersuchungshaft.

In Bamberg wurde er am 9. Juni 1849 erneut verhaftet[4] und am 24. Juli nach Augsburg überstellt.[5] Dort begann ein Prozess gegen ihn am 9. September 1850 wegen des Vorwurfs, „einem am 27. Mai 1849, von Seiten vieler politischer Vereine Frankens, im Wittelsbacher Hof zu Bamberg abgehaltenen Congresse, auf welchem die Aendernng der bairischen Staatsverfassung durch gewaltsame Einführung der von der Nationalversammlung zu Frankfurt ausgegangenen Reichsverfassung beschlossen worden sei, nicht nur als Mitglied beigewohnt, sondern denselben auch berufen und als Vorsitzender geleitet zu haben“.[6] Das Verfahren endete noch am gleichen Tag mit einem Freispruch.[7] Danach war er bis zu seinem Tod am 15. Februar 1866 in Bamberg[1] gesundheitlich angeschlagen.

Aus der Beziehung mit der dreißig Jahre jüngeren Justina Wilhelmina Schedel aus einer angesehenen Bamberger Familie ging 1856 ein unehelicher Sohn, der Apotheker und Sammler Josef Maria Schedel, hervor.[8]

In Bamberg ist eine kleine Straße nach ihm benannt. An seinem Wohnhaus in Bamberg in der Kapuzinerstraße 11 wurde an seinem Todestag, dem 15. Februar 2016 eine Gedenktafel vom Ärztlichen Kreisverband Bamberg angebracht.[9]

Literatur

Einzelnachweise

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