Heinrich Horlbeck

deutscher Politiker (NSDAP), MdR From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Horlbeck (* 5. November 1897 in Bayreuth; † 17. November 1980 ebenda)[1.1] war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Heinrich Horlbeck

Biografie

Nach dem Besuch der Volksschule und Realschule absolvierte Horlbeck von 1912 bis 1915 eine kaufmännische und technische Lehre (Papierbranche und Buchbinderei), die er als Geselle abschloss. Anschließend nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Sein letzter Dienstgrad war der eines Gefreiten. Anfang der 1920er Jahre legte er erfolgreich die Meisterprüfung ab. Es folgte schließlich eine Tätigkeit als kaufmännischer Hilfsarbeiter bei der Reichsbank in Bayreuth.[1.2]

Zum 1. März 1928 trat er in die NSDAP (Mitgliedsnummer 77.094)[2] und im selben Jahr in die SA ein, in der er am 9. November 1942 den Rang eines Oberführers[1.3] erreichte. Horlbeck war ehrenamtlicher Kapellmeister des SA-Musikzuges 7 Bayreuth.[1.1] Seit 1935 war er Träger des Goldenen Parteiabzeichens.[1.4] Horlbeck war in der Leitung des Gaus Bayreuth tätig. 1940 vertrat er den stellvertretenden Gauleiter Ludwig Ruckdeschel, 1941 erfolgte die Ernennung zum Gaugeschäftsführer und 1942 zum Gaustabsamtsleiter sowie zum Gaubereichsoberleiter der Partei.[1.4]

Am 29. November 1941 trat Horlbeck im Nachrückverfahren für den verstorbenen Abgeordneten Heinrich Hager als Abgeordneter für den Wahlkreis 26 (Franken) in den nationalsozialistischen Reichstag ein, aus dem er am 4. Februar 1942 vorläufig wieder ausschied. Am 14. Januar 1943 trat er erneut als Ersatzmann in den Reichstag ein; diesmal für den Abgeordneten Richard Wagenbauer und erneut für den Wahlkreis 26. Horlbeck gehörte dem Parlament diesmal bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 an. Horlbeck war vom 8. Mai 1945 bis zu seiner Einstufung als Minderbelasteter am 22. September 1948 inhaftiert. Eine Berufung des Anklägers führte am 30. Juni 1950 zur Einstufung Belasteter. Die daraus folgenden 42 Monate Arbeitslagerhaft wurden ihm durch Gnadenerlass vom 3. August 1950 erlassen.[1.5]

Eine Schrift aus dem Jahr 1964 verzeichnet einen in Bayreuth niedergelassenen Buchbindermeister Heinrich Horlbeck, der mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Reichstagsabgeordneten identisch ist.[3]

Literatur

Einzelnachweise

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