Heinrich Reismann

deutscher Pädagoge und Schulgründer From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Reismann (* 16. November 1850 in Münster; † 22. August 1921 in Paderborn) war ein deutscher Pädagoge und Schulgründer. Er war der Gründer des heutigen Reismann-Gymnasiums in Paderborn.[1][2]

Leben und Wirken

Reismann wurde als Sohn eines Brauereibesitzers in Münster geboren. Nach dem Studium und Staatsexamen in den Fächern Englisch, Französisch, Deutsch, Geschichte und Geographie absolvierte er sein Probejahr am Gymnasium Theodorianum in Paderborn. Anschließend unterrichtete er an höheren Schulen in Oberhausen, Münster und Lippstadt.[1][3]

1881 verließ er den Staatsdienst und übernahm die Leitung einer privaten Internatsschule in Freren (Kreis Lingen).[1][3]

1887 schloss Reismann mit der Stadt Paderborn einen Vertrag zur Errichtung einer sechsklassigen höheren Bürgerschule (Realschule). Die Schule eröffnete 1888 im „Brand’schen Haus“ an der Gierstraße und wurde 1893 in ein neu errichtetes Schulgebäude an der Benhauser Straße verlegt.[1]

Reismann galt als wissenschaftlich befähigter und pädagogisch engagierter Lehrer. Zeitgenössische Berichte beschrieben ihn als gläubigen, pflichtbewussten und zugleich humorvollen Schulleiter.[1]

Unter seiner Leitung entwickelte sich die private Realschule mit angeschlossenem Pensionat zu einer anerkannten Bildungseinrichtung. Den Ausbau der Schule zu einem städtischen Gymnasium im Jahr 1923 erlebte er nicht mehr.[1]

Tod und Nachwirken

Grab von Heinrich Reismann (2025)

Heinrich Reismann starb am 22. August 1921 in Paderborn. Er wurde im Familiengrab auf dem Ostfriedhof in Paderborn beigesetzt. Die Grabpflege wird bis heute vom Verein ehemaliger Schüler des Reismann-Gymnasiums übernommen.[1]

Das von ihm gegründete Gymnasium trägt seinen Namen und prägt bis heute die Paderborner Schullandschaft.[1]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI