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Heinrich Schwiethal

deutscher Offizier From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Schwiethal (* 18. Juli 1918 in Rastatt; † 2. März 1995 in Reutlingen) war ein deutscher Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Schwiethal war Sohn eines Bankrats der preußischen Staatsbank. Er trat am 1. Dezember 1936 als Offizieranwärter beim Schützen-Regiment 3 in Eberswalde in die Wehrmacht ein, wurde am 1. September 1938 zum Leutnant befördert und am 1. Februar 1943 zum Hauptmann. Von November 1938 bis Oktober 1940 war er Zugführer im Kavallerie-Schützen-Regiment 10 in St. Pölten und von Oktober 1940 bis September 1941 Bataillons- und Regiments-Adjutant im Schützen-Regiment 10. Nach Verwundung war er vom 17. September 1941 bis 13. Januar 1943 im Lazarett. Von Januar bis Februar 1943 diente er im Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 10 und war von Februar 1943 bis Mai 1944 Taktiklehrer und Inspektionschef an der Fahnenjunkerschule III für Panzertruppen. Von Mai bis August 1944 war er in den Stab der 334. Infanterie-Division und den Generalstab des LXXVI. Panzerkorps kommandiert und von Oktober bis November 1944 Bataillonsführer des III. Bataillons des Panzer-Grenadier-Regiments 35. Nach Verwundung war er vom 16. November 1944 bis 15. Januar 1945 erneut im Lazarett. Von Januar bis Mai 1945 besuchte er den 16. Generalstabslehrgang an der Kriegsakademie in Bad Kissingen und Lenggries. Von Mai bis Juni 1946 war er in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.[1]

Nach der Übersiedlung aus der sowjetischen Besatzungszone war Schwiethal zunächst bis Januar 1946 ohne Beschäftigung. Von Januar 1946 bis April 1947 war er als Hauer und Bergbaubeflissener auf den Steinkohlen- und Erzzechen in Dorsten tätig. Von Juni 1947 bis Januar 1956 war Schwiethal als Volontär, kaufmännischer Angestellter und Geschäftsführer im Samengroßhandelsbetrieb Gerard van der Schoot tätig.[1]

Am 16. Januar 1956 trat Schwiethal als Hauptmann in die Bundeswehr ein, wo er zunächst bis Mai 1956 Hilfsdezernent im Truppenamt in Köln war. Nach einer kurzen Zeit zur besonderen Verwendung beim Militärischen Führungsrat in Bonn von Mai bis Juni 1956 und als Bürooffizier V-Truppenreferent von Juni bis Juli 1956 war er von September 1956 bis März 1957 Kompaniechef der Versorgungskompanie der Panzergrenadierschule in Munster.[1]

Schwiethal besuchte von April bis September 1957 den 1. Generalstabslehrgang Heer an der Heeresakademie in Bad Ems und von Januar bis Mai 1958 das Command and General Staff College der United States Army in Fort Leavenworth. Von Mai 1958 bis März 1959 war er Generalstabsoffizier für Führung, Ausbildung und Organisation (G 3) in der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster und von April 1959 bis Oktober 1960 der Panzerbrigade 6 in Marburg. Danach war er bis Februar 1963 Referent im Führungsstab der Bundeswehr III 3 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und war anschließend, als Oberstleutnant i.#8239;G., von März 1963 bis September 1965 Chef des Stabes der 1. Luftlandedivision in Bruchsal.[2] Von Oktober 1966 bis September 1968 war er Dezernent beim Deutschen Militärischen Vertreter im NATO-Militärausschuss in Washington, D.C. und Brüssel.[1]

Von Oktober 1968 bis September 1970 war Schwiethal Brigadekommandeur der Luftlandebrigade 26 in Zweibrücken. In seinem Kommandobereich ereignete sich am 20. Januar 1970 der Soldatenmord von Lebach. Am 11. August 1970 nahm die Bundesregierung den Vorschlag zur Ernennung Schwiethals zum Brigadegeneral zustimmend zur Kenntnis.[3] Die Ernennung erfolgte am 19. August 1970. Vom 1. Oktober 1970 bis zum 30. September 1972[2] führte er die 1. Luftlandedivision und wurde in dieser Dienststellung am 7. September 1970 zum Generalmajor befördert. Anschließend war er bis Ende September 1973 Stellvertretender Befehlshaber und Chef des Stabes des II. Korps (Ulm).[4] Von Oktober 1973 bis September 1976 war Schwiethal Kommandierender General des Hauptquartiers der Alliierten Landstreitkräfte Schleswig-Holstein und Jütland in Rendsburg. In dieser Funktion leitete er vom 10. bis 13. September die Großübung Bold Guard 1974 mit 40.000 Soldaten.[5] Am 28. Juli 1975 wurde er zum Generalleutnant ernannt, nachdem er diesen Dienstgrad bereits ab dem 11. September 1973 aufgrund seiner NATO-Verwendung als temporany rank geführt hatte. Vom Oktober 1976 bis März 1979 war er stellvertretender Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte Ostseezugänge (BALTAP) in Karup in Dänemark.[6] Zum 31. März 1979 wurde er in den Ruhestand versetzt.[1][7]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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