Heinz Joachim Bonk

deutscher Jurist From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinz Joachim Norbert Bonk (* 17. November 1935 in Beuthen/Oberschlesien; † 6. Juli 2019 in Berlin) war ein deutscher Jurist.

Das Grab von Heinz Joachim Bonk auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin

Leben

Bonk wurde in Beuthen in Oberschlesien geboren und wuchs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Kiel auf. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Kiel, Freiburg im Breisgau und Bonn. 1966 wurde an der Universität Kiel mit einer Arbeit über die verwaltungsprozessrechtlichen Grundlagen kommunalverfassungsrechtlicher Organstreitigkeiten in Schleswig-Holstein zum Dr. iur. promoviert.[1]

Er arbeitete zunächst in Schleswig-Holstein als Richter am Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht. Ab 1971 war er im Bundesministerium der Justiz in Bonn und anschließend ab 1986 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1998 als Richter am Bundesverwaltungsgericht in Berlin tätig. Nach seiner Pensionierung als Bundesrichter war er als Rechtsanwalt tätig. Nebenamtlich war er Dozent beim Deutschen Anwaltsinstitut für die Fortbildung von Rechtsanwälten zu Fachanwälten für Verwaltungsrecht. Nach der Wiedervereinigung war Bonk ab 1991 am Aufbau der Juristischen Fakultät an der Universität Potsdam mitbeteiligt und hielt dort bis 2002 Lehrveranstaltungen im Bereich des öffentlichen Rechts. Ab 1994 fungierte er an der Universität Potsdam dabei als Honorarprofessor.

Bekannt wurde Bonk als Co-Autor von Kommentaren zum Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG), zum Grundgesetz und zum Staatshaftungsgesetz (1981) sowie diverser Aufsätze in Fachzeitschriften. Sein 1978 gemeinsam mit Paul Stelkens und Klaus Leonhardt begründeter und seitdem mitbetreuter Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz wurde dabei bis 2018 in insgesamt neun Auflagen veröffentlicht.

Persönliches

Heinz Joachim Bonk war verheiratet und hatte zwei erwachsene Kinder. Er starb im Juli 2019 im Alter von 83 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend (Grablage: 5-H-30).

Einzelnachweise

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