Heinz Schacht

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Wilhelm „Heinz“ Schacht (* 21. April 1909 in Gevelsberg; † 1. Februar 1987 in Köln)[1] war ein deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher und Bühnenautor.

Leben

Grabstelle für Else und Heinz Schacht auf dem Melaten-Friedhof

Nach dem Besuch der Oberrealschule schloss sich eine Theaterausbildung bei Friedrich Ettel in Essen an. Erste Rollen spielte Schacht 1930 an den Städtischen Bühnen in Essen. Von 1931 bis 1933 folgte ein Engagement an das Schauspielhaus Zürich. Danach war er auch in Königsberg (Preußen) als Schauspieler tätig. Im Jahr 1948 wurde Schacht Ensemblemitglied der Bühnen der Stadt Köln.

Heinz Schacht wirkte zudem in verschiedenen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit. 1971 spielte er die Hauptrolle (Jakob Schmid) in der Produktion Der Pedell (ZDF) unter der Regie von Eberhard Itzenplitz. Unter den vielen Fernsehauftritten befand sich 1972 auch die vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) produzierte mehrteilige Verfilmung des Kriminalromans Der rote Schal von Wilkie Collins. In dem Fernsehfilm Smog von Wolfgang Petersen nach einem Drehbuch von Wolfgang Menge aus dem Jahr 1973 verkörperte Schacht die Rolle des Opa Rykalla.

Als Sprecher war Heinz Schacht auch in den populären Hörspielen der Paul-Temple-Reihe des Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) bzw. WDR von Francis Durbridge unter der Regie von Eduard Hermann zu hören.[2] In der Hörspielversion von Der kleine Hobbit des WDR aus dem Jahr 1980 sprach er die Rolle des Thorin.[3]

Zudem schrieb Schacht das Bühnenstück Treffpunkt Standesamt.

Heinz Schacht starb 1987 im Alter von 77 Jahren in einem Kölner Krankenhaus. Er war seit 1937 mit der Schauspielerin Josephine Else Sprenger verheiratet.[1] Ihr einziger Sohn Jochen Schacht war bis zur Emeritierung 2016 Professor für die Biochemie des Gehörs an der University of Michigan.[4]

Filmografie (Auswahl)

  • 1952: Postlagernd Turteltaube
  • 1954: Ein Engel namens Schmitt (Fernsehfilm)
  • 1954: Die goldene Pest
  • 1956: Viele kamen vorbei
  • 1960: Das Land der Verheißung (Fernsehfilm)
  • 1962: Daphne Laureola (Fernsehfilm)
  • 1963: Schönes Weekend, Mr. Bennett (Fernsehfilm)
  • 1963: Die Chorjungen von St. Cäcilia (Fernsehfilm)[5]
  • 1965: Herodes und Marianne (Fernsehfilm)
  • 1965: Die Schlüssel (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1965: Weiße Wyandotten (Fernsehfilm)
  • 1965: König Nicolo oder So ist das Leben (Fernsehfilm)
  • 1965: Der Spleen des George Riley (Fernsehfilm)
  • 1966: Die wundersame Schustersfrau (Fernsehfilm)
  • 1969: Der zweite Schuß (Fernsehfilm)
  • 1970: Eröffnung des indischen Zeitalters (Fernsehfilm)
  • 1971: Der Pedell (Titelrolle als Jakob Schmid) (Fernsehfilm)
  • 1973: Smog (Fernsehfilm)
  • 1973: Der rote Schal (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1973: Frühbesprechung (Fernsehserie) – Dibbedidapp
  • 1973: Tatort (Fernsehserie) – Das fehlende Gewicht
  • 1973: Lieber reich – aber glücklich (Fernsehfilm)
  • 1973: Van der Valk und die Reichen (Fernsehfilm)
  • 1974: Der widerspenstige Heilige (Fernsehfilm)
  • 1975: Der Strick um den Hals (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1978: Wunnigel (Fernsehfilm)
  • 1980: Lucilla (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1984: Geschichten aus der Heimat (Fernsehserie, Episode „Die Läutseligen“)
  • 1987: Peng! Du bist tot!
  • 1987: Das Treibhaus

Hörspiele (Auswahl)

Literatur

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560752, S. 1474.
  • Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, DNB 010075518, S. 633.

Einzelnachweise

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