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Heinz Scharr

deutscher Künstler From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinz Scharr (* 1. Juli 1924 in Sondershausen; † 5. September 2017 in Utterode[1]) war ein deutscher Grafiker und Bildhauer.

Leben

Scharr war das dritte Kind von Otto und Martha Scharr, geb. Kramer. Er absolvierte von 1939 bis 1942 eine Lehre im Kaliwerk Sondershausen. Anschließend nahm er als Angehöriger der Kriegsmarine am Zweiten Weltkrieg teil. 1947 kam er aus der Kriegsgefangenschaft mit Stationen in Frankreich, Spanien, Holland, Belgien und England zurück. Von 1947 bis 1952 studierte Scharr an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Elisabeth Voigt, Ernst Hassebrauk, Max Schwimmer und Walter Arnold.

1952 wurde er Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR, und er arbeitete seitdem als freischaffender Künstler. 1955 eröffnete er ein Atelier in Weimar. In den folgenden Jahren arbeitete er an verschiedenen Projekten, beteiligte sich an Symposien und unternahm Studienreisen.1956 war er in München und Berlin auf der Gesamtdeutschen Graphikausstellung „Ein Bekenntnis zum Leben“ mit dem Holzschnitt "Anlegestelle" vertreten.

1962 baute er ein weiteres Atelier in Sondershausen, und er errichtete 1964 in der Stillen Mühle im Helbetal ein Sommeratelier. 1975 erwarb er den früheren Komturhof Utterode, wohin ein Jahr später der Umzug erfolgte. 1990 richtete er hier eine Galerie ein.

Im gleichen Jahr trat Scharr dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler sowie dem Verband Bildender Künstler Thüringen bei. In den 1990er und 2000er Jahren unternahm er Studienreisen nach Portugal und Südfrankreich.

Scharr war ab 1963 mit Jutta geb. Frank verheiratet.[2]

Ehrungen

Werk

Das Werk Scharrs umfasst ca. 3000 Arbeiten. Sie sind seit Jahrzehnten in Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, wie z. B. im ehemaligen Museum für Deutsche Geschichte Berlin, im Angermuseum Erfurt, in den Kunstsammlungen in Mühlhausen und Weimar sowie bei Thyssen in Duisburg. Viele seiner Grafiken sind dem Thema Natur gewidmet, bei Plastiken verwendete er oft Eisen.

Werkbeispiele

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur[4]

  • Pfau (1967; Plastik, Eisen – Bronze – Glas; Schweißtechnik; Höhe 2,00 m; Sondershausen, Grünfläche vor der Stützmauer des Schlossbergs)[5]

Postume Einzelausstellungen

  • Seit April 2022 zeigt das Schlossmuseum Sondershausen in der Galerie HS24 das Werk Scharrs.[6]
  • 2025/2026: Sondershausen, Bürgerzentrum Cruciskirche[7]

Einzelnachweise

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