Heinz Volland
deutscher Offizier
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Heinz Volland (* 31. März 1921 in Hardisleben; † 10. Juni 2019) war ein deutscher Offizier (Oberst) der Bundeswehr und Verbandsfunktionär.
Leben
Heinz Volland nahm als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil und trat 1951 im Alter von 30 Jahren in den Dienst des Bundesgrenzschutzes. Hier war er Hundertschaftsführer (Kompaniechef) und engagierte sich ehrenamtlich im Bundesgrenzschutzverband als dessen stellvertretender Bundesvorsitzender.[1] Im Jahr 1956 wechselte er in den Dienst der neugegründeten Bundeswehr. Von 1956 bis 1966 bekleidete er verschiedene Positionen beim Heer. Im Anschluss wurde er Kommandeur eines Versorgungsbataillons und war Dezernent im Bundeswehramt in Bonn. 1980 schied er im Dienstgrad eines Obersts aus dem Dienst.
Volland war ab 1956 Mitglied im Vorstand des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV). 1963 erarbeitete er als Major i. G. im Auftrag des Bundesvorstands Lösungsvorschläge zur Behebung des Mangels an Unteroffizieren in der Bundeswehr. Auf diese Vorschläge gehen unter anderem die Laufbahn des Offiziers im militärfachlichen Dienst und die zwölfjährige Verpflichtungszeit mit Aussicht auf anschließende Eingliederung in den öffentlichen Dienst zurück.[1]
Von 1967 bis 1985 war er Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes. In dieser Funktion gründete er 1971 die Europäische Organisation der Militärverbände (EUROMIL). Er war Vorsitzender und danach Mitglied des Beirats der Stiftung Deutscher Offizier Bund (DOB).[2] 1977 wurde die Heinz-Volland-Stiftung (HVMS) für Soldaten in Not gegründet. Außerdem engagierte er sich im Kuratorium der Molinari-Stiftung, im Verband der Heimkehrer und im Verband der Bundeswehr-Feuerwehrleute. Nach seinem Ausscheiden als Vorsitzender war er Ehrenvorsitzender des DBwV.[1]
Der Militärhistoriker Bruno Thoß beschrieb ihn folgendermaßen:[3]
„Ein unauffälliger, äußerst zäher Gesprächspartner, der es routiniert versteht, Parlamentarier unter Erfolgsdruck zu setzen und deren Arbeitsergebnisse dann ausschließlich an die eigene Fahne zu heften. Abgeordneten läßt er keinerlei Chance einer Teilhabe.“
Auszeichnungen
- 1973: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
- 1982: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1985: Ehrenvorsitzender des DBwV und Träger des Ehrenringes
Literatur
- Otto J. Groeg (Hrsg.): Who’s Who in Germany. 7. Ausgabe, Oldenbourg, München 1980, S. 1781.