Helen King

britische Altertumswissenschaftlerin und emeritierte Professorin der Open University From Wikipedia, the free encyclopedia

Helen King (* 2. September 1957 in Wimbledon) ist eine britische Altertumswissenschaftlerin und emeritierte Professorin der Open University. Zuvor war sie Professorin für Medizingeschichte und leitete die Altertumswissenschaft an der University of Reading.[1]

Leben

King erwarb den MA am University College London in Alter Geschichte und Sozialanthropologie.[2] Der Ph.D. folgte am UCL 1985 mit einer Dissertation über Menstruation im antiken Griechenland: From parthenos to gyne: the Dynamics of Category.

Helen King, Cardiff University, 2016

Danach bekam King Forschungsstellen an den Universitäten Cambridge und Newcastle, lehrte acht Jahre am Liverpool Institute of Higher Education und ging nach Reading mit einem Wellcome Trust University Award 1996. Seit 2008 war sie auch Gastprofessorin an der Peninsula Medical School in Truro. 2011 wechselte sie als Professorin für Altertumswissenschaften zur Open University. 2017 trat sie in den Ruhestand und übernahm die Robert E. and Susan T. Rydell Gastprofessur bis 2018 am Gustavus Adolphus College, St. Peter.[3] Sie war Fellow am Netherlands Institute for Advanced Study (2001), Lansdowne Gastdozent an der University of Victoria (2002)[4], an der University of Texas at Austin (2005), und der Käthe Leichter Gastprofessorin in Frauen- und Genderstudien an der Universität Wien (2014).

Wirken

In ihrem Buch Hippocrates' Woman: Reading the Female Body in Ancient Greece (1998) analysierte sie die Praxis und Theorie der antiken Medizin in Hinsicht auf die Frauenmedizin. In Midwifery, Obstetrics and the Rise of Gynaecology: The Uses of a Sixteenth-Century Compendium (2007) untersuchte sie den Gebrauch der antiken Medizin in der Gynäkologie. Sie veröffentlichte auch über die Mythen von Tithonos, über Meerjungfrauen und über den Mythos von Agnodike, „die erste Hebamme“.

Kontroversen

Sie bezweifelte als Expertin für Galen die Thesen der US-Historikerin Rachel P. Maines über weibliche Masturbationshilfen als Heilmittel im Altertum.

Schriften

Einzelbelege

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