Helen Ogston

schottisch-britische Suffragette From Wikipedia, the free encyclopedia

Helen Charlotte Elizabeth Douglas Ogston, verheiratete Townroe und dann Bullimore (* 1882 in Aberdeen; † 4. Juli 1973 in Malvern, Worcestershire) war eine schottisch-britische Suffragette. Sie wurde bekannt dafür, dass sie am 5. Dezember 1908 bei einer Veranstaltung in der Royal Albert Hall zunächst David Lloyd George in seiner Rede störte und sich anschließend die Ordner mit einer Hundepeitsche vom Leibe hielt.[1]

Helen Ogston mit Peitsche in einer Illustration von Samuel Begg auf der Titelseite von The Illustrated London News vom 12. Januar 1908
Helen Ogston (links) und Mary Gawthorpe, 6. November 1909

Leben

Ogston wurde als Tochter von Alexander Ogston, einem Professor an der Universität Aberdeen,[1] und dessen zweiter Frau Isabella Margaret Matthews geboren. Sie hatte vier Geschwister, darunter die Schwestern Helen und Constance, sowie drei Halbgeschwister aus der ersten Ehe des Vaters.[2] Ogston erwarb einen Abschluss in Naturwissenschaften an der Universität Aberdeen, bevor sie mit ihrer jüngeren Schwester Constance in den Süden zog. Sie wurde Gesundheitsinspektorin, und beide traten 1906 der Women’s Social and Political Union (WSPU) bei.[3]

Am 5. Dezember 1908 nahm sie an einer Rede von David Lloyd George in der Royal Albert Hall teil. Obwohl die Veranstaltung von der Women’s Liberal Federation organisiert worden war, wurde vermutet, dass er es vermeiden würde, das wichtigste Thema, das Wahlrecht für Frauen, anzusprechen.[4] Ogston protestierte und als die Ordner versuchten, sie des Saales zu verweisen, zog sie eine Hundepeitsche. Der Vorfall wurde in den lokalen Zeitungen aufgegriffen und als Folge der Demonstration wurde Frauen die Teilnahme an künftigen Vorträgen von Lloyd George untersagt.[4] Ogston begründete den Einsatz der Peitsche wie folgt:

„A man put the lighted end of his cigar on my wrist; another struck me in the chest. The stewards rushed into the box and knocked me down. I said I would walk out quietly, but I would not submit to their handling. They all struck at me. I could not endure it. I do not think we should submit to such violence. It is not a question of being thrown out; we are set up on and beaten.“

„Ein Mann drückte mir das brennende Ende seiner Zigarre auf das Handgelenk, ein anderer schlug mir gegen die Brust. Die Ordner stürmten in die Loge und schlugen mich zu Boden. Ich sagte, ich würde ruhig hinausgehen, aber ich würde mich ihrer Behandlung nicht unterwerfen. Sie alle schlugen auf mich ein. Ich konnte es nicht ertragen. Ich finde, wir sollten uns solcher Gewalt nicht unterwerfen. Es geht nicht darum, dass wir hinausgeworfen werden, wir werden überrannt und geschlagen.“

Helen Ogston[5]

1909 arbeitete Ogston für die WSPU in Brighton und sprach in deren Namen im Süden Englands; sie wurde aber 1910 bezahlte Organisatorin der im Gegensatz zur WSPU nicht-militanten New Constitutional Society for Women’s Suffrage (NCS).[3]

Ogston war zweimal verheiratet. Am 4. Mai 1912 heiratete sie Eugene Dunbar Townroe am King’s College der Universität Aberdeen. Am 3. Januar 1929 heiratete sie Granville Havelock Bullimore in Norwich.

Ogston starb 1973 in Malvern, Worcestershire.

Commons: Helen Ogston – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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