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Helene Bukowski

deutsche Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Helene Bukowski (* 1993 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin.[1]

Helene Bukowski (2026)

Leben

Bukowski wuchs in Berlin auf und besuchte eine Montessorischule.[1] Ihre Familie mütterlicherseits kommt aus Mecklenburg-Vorpommern.[2] Sie legte 2012 am John-Lennon-Gymnasium das Abitur ab.[3] Als Jugendliche gewann sie mit einer zu einem Bild von Jeff Wall verfassten Kurzgeschichte einen vom Deutschen Guggenheim organisierten Schreibwettbewerb.[1][4] Nach einem Au-pair-Jahr in London studierte sie an der Universität Hildesheim im Bachelor und Master den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und lebte dort insgesamt sechs Jahre.[1][5] Helene Bukowski lebt in Berlin.

Werk

Bukowski veröffentlichte Texte in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften, darunter in Bella triste, als deren Mitherausgeberin sie fungierte.[6]

Romane

Milchzähne erschien 2019 im Verlag Blumenbar und spielt in einer postapokalyptischen, von Hitze, Mangel und Abschottung geprägten Zukunftswelt, in der Fremdheit und Zugehörigkeit zentrale Motive sind.[7][8] Die Kritik hob an dem Roman insbesondere Bukowskis klare, knappe Sprache sowie die Verbindung von Klimakrise, sozialer Enge und Ausgrenzung hervor.[8] Der Roman war für mehrere Literaturpreise nominiert, darunter den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis, und wurde ins Französische und Englische übersetzt.[9] 2024 wurde Milchzähne von Sophia Bösch verfilmt.[10]

2022 folgte mit Die Kriegerin, ebenfalls im Blumenbar Verlag, ein Roman über zwei Frauen, deren Wege über die Bundeswehr, Gewalt, Traumata und Geschlechterrollen miteinander verknüpft sind.[1][11]

Mit Wer möchte nicht im Leben bleiben veröffentlichte Bukowski 2026 ihren dritten Roman, der sich einer jungen Pianistin nähert, die in die Förder- und Machtstrukturen der DDR gerät und 1985 aus dem Fenster der elterlichen Wohnung springt.[12][13] Das Buch war 2026 in der engeren Auswahl für den Preis der Leipziger Buchmesse.[14]

Weitere Arbeiten

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin war Bukowski auch an dem Film Zehn Wochen Sommer als Co-Autorin beteiligt. Zehn Wochen Sommer gewann 2015 einen Grimme Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen.[15]

Veröffentlichungen

Stipendien und Auszeichnungen

  • 2026: Nominierung zum Preis der Leipziger Buchmesse für Wer möchte nicht im Leben bleiben[16]
  • 2026: Longlist zum Deutschen Buchpreis für Wer möchte nicht im Leben bleiben[17]
  • 2027: Stipendiatin in der Villa Aurora[18]

Einzelnachweise

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