Helene Wirth
Schweizer Schriftstellerin
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Helene Wirth (* 2. Februar 1896 in Burgdorf; † 1977[1] in Hünibach bei Thun[2]) war eine Schweizer Schriftstellerin.

Leben
Helene Wirth verbrachte ihre Kindheit in Burgdorf. Als sie sieben Jahre alt war, liessen sich ihre Eltern scheiden. Danach wohnte sie in Armut mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter, die als Näherin arbeitete. Während dreier Welschlandjahre sparte sie Geld für die Handelsschule. Nach dem Abschluss fand sie eine gut bezahlte Stelle und konnte ihre Mutter unterstützen.
Neben der Arbeit beschäftigte sie sich mit klassischer Musik. Ihre erste Erzählung, Der Weg der Margret Wenger, schickte sie Rudolf von Tavel,[3] der sie in die Zeitschrift Die Garbe aufnahm und Wirth zu weiterer Arbeit ermunterte. Nachdem ihre Mutter nach vierjähriger Krankheit gestorben war, wurde sie selber krank und verbrachte mehrere Wochen im Spital. Um zu Geld zu kommen, musste sie ihren Hausrat und ihr Klavier verkaufen. Die Erfahrungen dieser Schicksalsschläge flossen in die Gestaltung ihrer Charaktere ein.
Von 1921 bis 1961 arbeitete sie als Buchhalterin in der Möbelfabrik[4] G. Fankhauser in Lützelflüh.[5] In ihrer Freizeit schrieb sie eine Reihe besinnlicher Romane und Erzählungen. Ihr «echt frauliches, gemütstiefes und in gläubiger Religiosität verwurzeltes Gestalten»[6] machte sie weit über ihre Berner Heimat hinaus bekannt.[7] Nach ihrer Pensionierung lebte sie in Unterseen bei Interlaken, bis zu ihrem Tod in Hünibach bei Thun.[8]
Auszeichnungen
- 1947, 1956: Literaturpreis der Stadt Bern
Schriften
- Der Weg der Margret Wenger: Erzählung. Basel 1932.
- Von Armut und Liebe: Erzählungen. Basel 1933.
- Die Gärten Gottes: eine Erzählung. Zürich 1939.
- Wie Gusti Schwander eine Heimat fand: Erzählung für Kinder von 8–14 Jahren. Zürich 1944.
- Lorlis Freudentag: Erzählung für Kinder von 8–14 Jahren. Zürich 1944.
- Ruth Studer: die Geschichte eines Werdens. Zürich 1946.
- Lebensmelodie: Roman. Zürich 1948.
- Aber die Liebe … Roman. Zürich 1951.
- Die Schwestern Jaberg: Roman. Zürich 1956.
- Und die Kraft bricht durch: Roman. Zürich 1960.
Literatur
- Doris Stump: Deutschsprachige Schriftstellerinnen in der Schweiz 1700–1945: eine Bibliographie. Zürich 1994, S. 241.
- Schweizer Schriftsteller der Gegenwart. Bern, 1962, S. 190.
- Helene Wirth. In: Berner Woche. Nr. 32, 8. August 1942.
- Helene Wirth. In: Berner Schrifttum der Gegenwart. 1925–1950, Bern 1949, S. 176–177.
Weblinks
- Publikationen von und über Helene Wirth im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Literatur von und über Helene Wirth im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Wirth, Helene. In: gosteli.anton.ch
- Wirth, Helene. Bei Literapedia Bern