Helga Leue

deutsche Kostüm- und Bühnenbildnerin und Illustratorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Helga Leue (* 1940 in Nossen) ist eine deutsche Kostüm- und Bühnenbildnerin sowie Illustratorin.

Leben und Wirken

Helga Leue studierte nach einer Lehre als Maurer von 1959–1965 an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin bei Heinrich Kilger. Von 1965 bis 1968 war sie Bühnenbildassistentin am Deutschen Theater Berlin. Danach von 1968–1979 als Bühnen- und Kostümbildnerin am Kleist-Theater Frankfurt (Oder), am Landestheater Halle, an den Städtischen Theatern Karl-Marx-Stadt und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Anschließend von 1979–1980 am Theater im Palast Berlin. Seit 1980 ist sie freischaffend tätig.[1]

Von 1967 bis 1992 wirkte sie in verschiedenen Studioinzenierungen an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch als Kostüm- und Bühnenbildnerin mit Studierenden der Studiengänge Schauspiel und Regie mit. Dort ist insbesondere ihre Zusammenarbeit mit den Regisseuren Peter Schroth und Peter Kleinert hervorzuheben. Für die Inszenierung Der gute Mensch von Sezuan erhielt das Kollektiv den Ernst-Zinna-Preis der Stadt Berlin für herausragende Leistungen in Wissenschaft und Technik sowie eine Urkunde zum 1. Festival der Schauspielschulen in Moskau.[2]

Als Ausstatterin wirkte sie 1972 an der Inszenierung Das Lügenmaul von Carlo Goldoni am Theater Karl-Marx-Stadt mit[3] und war 1979 an einer Fernsehinszenierung des DDR-Fernsehens beteiligt, Boris Godunow von Alexander Puschkin, die auf der Inszenierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin in der Regie von Christoph Schroth aufbaute.[4]

Von 1991 bis 1994 war sie am Berliner Maxim Gorki Theater als Kostüm- und Bühnenbildnerin tätig. Dort arbeitete sie mit den Regisseuren Siegfried Höchst, Ullrich Engelmann, Karl Gassauer und Martin Meltke. In den Jahren 2005 bis 2014 folgte eine Tätigkeit als Kostümbildnerin am Euro Studio Landgraf[5] sowie am Theater im Stadthafen in Rostock.[6] An der Neuen Bühne in Senftenberg zum 7. Glückauffest arbeitete sie mit an verschiedenen Stücken russischer Schriftsteller.[7] Auch am Altonaer Theater war sie als Ausstatterin beschäftigt.[8]

Neben der Tätigkeit als Ausstatterin am Theater war sie von 1978 bis 2013 bekannt für ihre Illustrationen für den Kinderbuchverlag Berlin.[9] Dort veröffentlichte sie unter anderem 2011 als Autorin Kurzgeschichten. Außerdem hat sie für verschiedene Theaterprojekte die Programmhefte entworfen, unter anderem 1973 für die Inszenierung von Das Lügenmaul am Theater Karl-Marx-Stadt.

Theaterarbeiten (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

  • Die verflixte Kiste. Kinderbuchverlag, Berlin 1978, ISBN 978-3-358-01399-1.
  • Das Ahörnchen und andere Geschichten. Kinderbuchverlag, Berlin 1980.
  • Springinsfeld. Kinderbuchverlag, Berlin 1981.
  • Meine sogenannte Freundin. Kinderbuchverlag, Berlin 1986, ISBN 978-3-358-00837-9.
  • Das Geschenk der Spürnasen. Kinderbuchverlag, Berlin 1987, ISBN 978-3-7302-0254-8.
  • Die Sache mit dem Seesack Onkel Martin erzählt Geschichten aus unserer Geschichte. Verlag Junge Welt, Berlin 1988, ISBN 978-3-7302-0371-2.
  • Mittags hat der Schlehdorn Gäste. Kinderbuchverlag, Berlin 1989, ISBN 978-3-358-01275-8.
  • Anni Schmidt. Kinderbuchverlag, Berlin 2012.
  • Ich gehe schon zur Schule. Kinderbuchverlag, Berlin 2013.

Einzelnachweise

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