Helga Regenstein

deutsche Grafikerin, Zeichnerin und Collagekünstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Helga Meissner-Regenstein (* 1939 in Dortmund; † 2014) war eine deutsche Grafikerin.

Leben

Familie und Werdegang

Während Helga Regensteins Mutter an einer Kunstgewerbeschule Kunstschrift studierte, förderte diese ihren Berufswunsch Illustratorin zu werden.

Nach der Mittleren Reife studierte sie Buchgrafik, Illustration und angewandte Grafik an der Werkkunstschule Dortmund und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Walter Brudi sowie bei Hans Georg Hillmann an der Akademie (siehe Kunsthochschule Kassel) in Kassel.

Seit 1963 lebte sie als freischaffende Künstlerin in Dortmund; später erhielt sie von 1981 bis 1984 einen Lehrauftrag für Typografie an der Fachhochschule Dortmund und hielt sich darauf sieben Monate in der Villa Romana in Florenz auf. Sie erhielt 1995 einen weiteren Lehrauftrag an der Universität (siehe Technische Universität Dortmund) in Dortmund.

Zum 75. Todestag von Karl May entwarf sie 1987 eine Briefmarke[1][2].

1965 heiratete sie den Installationskünstler[3] Georg Meißner (* 1934)[4]; gemeinsam hatten sie einen Sohn.

Künstlerisches Wirken

Helga Regenstein arbeitete auf den verschiedensten grafischen Gebieten, unter anderem in der Plakatgestaltung, Typografie, Buchgrafik und Farbgestaltung innerhalb der Architektur im Kunst am Bau; allerdings stand für sie die freie Grafik mit Radierung, Lithografie, Feder-, Blei- und Buntstiftzeichnung sowie Collagen im Vordergrund.

Anregungen für ihr Formenrepertoire bezog sie vor allem aus naturkundlichen Sammlungen; die Natur, besonders Tiere, waren ihr Vorbild, aber sie ging auch gern ins Freilichtmuseum Hagen, und studierte dort die Einzelheiten für die in ihren Zeichnungen immer wieder auftretenden Maschinenteile. Sie benutzte die Technik der Montage, in der viele fragmentarische Einzelteile das Bildganze ergaben, die der Betrachter einzeln entschlüsseln und wie eine Handschrift lesen musste.

Ihre feinen und zarten Bleistiftzeichnungen unterlegte sie sehr sparsam mit farbiger Kreide, nachdem ein Aufenthalt in der Provence, wo die Farben Ocker und Lavendelblau vorherrschen, sie fasziniert hatte.

Sie arbeitete sehr zurückgezogen und intensiv und war eine konsequent ehrliche Künstlerin, die keinen Sinn für das Spektakuläre hatte und die nie Zugeständnisse machte.

Ausstellungen (Auswahl)

Mitgliedschaften

Helga Regenstein war Mitglied im Westfälischen Künstlerbund Dortmund[17], der Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden und im Verein der Düsseldorfer Künstler.

Ehrungen und Auszeichnungen

Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)

Literatur

  • Ulrika Evers: Deutsche Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Hamburg: Ludwig Schultheis-Verlag, 1983. ISBN 3-920855-01-9. S. 277 f.
  • Kataloge der Jahresausstellung Westfälische Künstler. Landesmuseum Münster, 1962–1966 und Dortmund, 1977;
  • Kataloge der Großen Kunstausstellung München, 1965 und 1981;
  • Katalog Kunstpreis junger Westen, Kunsthalle Recklinghausen, 1965;
  • Katalog Dortmunder Künstler. Museum am Ostwall, 1966;
  • Katalog Biennale für Buchgrafik und Illustration. Brünn, 1966;
  • Katalog 4. Internationale Kunstausstellung Amiens, Museum de Picardie, 1967;
  • Katalog Jungwestfalen. Kunstverein Münster, 1969;
  • Katalog Haagener Künstler. Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen 1971;
  • Katalog Westfälische Grafik. Gustav-Lübcke-Museum, Hamm, 1973;
  • Kataloge Künstlerbund Hagen 1974, 1979, 1981;
  • Kataloge Große Düsseldorfer Kunstausstellung 1978, 1979, 1981, 1981;
  • Katalog Mensch und Umwelt. Wissenschaftszentrum Bonn-Bad Godesberg, 1980;
  • Katalog Deutscher Künstlerbund Hannover, 1980.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI