Helga Schniewind

deutsche Politikerin (FDP), Bürgermeisterin von Heiligenhaus From Wikipedia, the free encyclopedia

Helga Schniewind (* 11. November 1926 in Borntin, Hinterpommern; † 6. September 2025 in Heiligenhaus[1])[2] war eine deutsche Kommunalpolitikerin (FDP). Sie war von 1979 bis 1984 Bürgermeisterin der Stadt Heiligenhaus.

Leben

Grabmal von Helga Schniewind und ihrem Ehemann Rudolf auf dem ev. Friedhof Heiligenhaus

Schniewind wuchs als Helga Snethlage auf dem in Familienbesitz befindlichen Rittergut im pommerschen Borntin auf und machte 1944 im benachbarten Belgard Abitur. Danach wurde sie zum Arbeitsdienst eingezogen. Ihr ursprüngliches Berufsziel Tierärztin konnte sie durch die Flucht aus Pommern im Januar 1945 nicht erreichen. Sie kam dabei über Flensburg in die Nähe von Kiel, wo eine Tante lebte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam sie ins Rheinland nach Bergheim und war dort zunächst als Übersetzerin für die Britische Besatzung tätig, danach als Sekretärin beim Verband Deutscher Mineralbrunnen in Bonn. 1953 heiratete sie den ebenfalls aus Pommern stammenden Rudolf Schniewind († 1981), aus der Ehe gingen fünf Söhne hervor. Das Ehepaar kam über Verwandtschaft in Neviges nach Heiligenhaus und machte sich dort 1959 mit einer VW-Vertretung selbständig. Der seinerzeit neu errichtete Betrieb wurde 1991 veräußert.[3][4]

Politisches und ehrenamtliches Engagement

1974 trat sie in die FDP Heiligenhaus ein, wurde noch im selben Jahr in den Stadtrat gewählt und stellvertretende Bürgermeisterin. Ihre Schwerpunktthemen waren Jugendhilfe, Schule, Sport und Gesundheit. Ab September 1979 bekleidete sie in der Nachfolge von Felix Wittmann als erste Frau das Bürgermeisteramt der Stadt. Dieses Ehrenamt hatte sie über eine Wahlperiode bis 1984 inne, blieb aber bis in hohe Alter kommunalpolitisch aktiv und gesellschaftlich engagiert.[5] Dem Stadtrat gehörte sie bis 1996 an.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI