Helmut Feher
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Helmut Feher (* 5. Juli 1925 in Berlin; † 3. Juni 1999 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Feher, Sohn eines Bankbeamten, absolvierte 1942 das Abitur und trat am 1. Juli 1942 als Offizierbewerber in die Wehrmacht ein und diente bis März 1943 im Schützen-Ersatz-Bataillon 3 (motorisiert) in Eberswalde. Von April bis Juni 1943 war er Gruppenführer in der 3. Kompanie des Panzer-Grenadier-Regiments 3 in der Sowjetunion. Von Juli 1943 bis Juli 1944 besuchte er die Kriegsschule in Wischau bei Brünn und Groß Glienicke bei Potsdam und wurde am 1. Mai 1944 zum Leutnant befördert. Von Juli bis Oktober 1944 war er Zugführer im Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 3 und im Panzer-Ersatz-Bataillon 75 in Schwedt/Oder, von Oktober bis Dezember 1944 in der Führerreserve beim Panzer-Feldersatz-Bataillon 75 und von Dezember 1944 bis Mai 1945 Ordonnanzoffizier im Panzer-Grenadier-Regiment 3 während der Narew-Offensive, der Plattenseeoffensive und in der Steiermark. Von Mai bis Juni 1945 war er in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.[1][2][3]
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Feher Landarbeiter und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre, die er mit der Gehilfenprüfung abschloss. Von Juni 1945 bis Oktober 1948 war er Volontärverwalter und studierte von Oktober 1948 bis Oktober 1951 Landwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim in Stuttgart. Am 11. August 1951 erlangte er den Abschluss Diplom-Landwirt. Danach war er von Oktober 1951 bis Februar 1952 Volontär bei der Landwirtschaftskammer für Hessen-Nassau in Frankfurt am Main und von März 1952 bis Juni 1954 Angestellter und landwirtschaftlicher Sachbearbeiter beim Verein Buchhaltung für Landwirte Rheinhessens in Alzey. Nach einer kurzen Zeit der Erwerbslosigkeit war er von August bis September 1954 Spezialinspektor bei der Allianz Versicherung in Frankfurt am Main und von Oktober 1954 bis September 1956 Steuersachbearbeiter beim Bauern- und Winzerverband an Nahe/Glau in Bad Kreuznach.[2]
Am 3. September 1956 trat Feher als Leutnant in die Bundeswehr ein und war zunächst bis September 1958 Zugführer, Offizier für Militärisches Nachrichtenwesen (S 2) und Ordonnanzoffizier im Panzergrenadierbataillon 3 in Hamburg-Rahlstedt. Anfang 1957 wurde er zum Oberleutnant und Ende 1957 zum Hauptmann ernannt. Anschließend war er Offizier für Logistik (S 4) der Panzerkampfgruppe A3 in Hamburg und von Februar 1959 bis März 1961 Kompaniechef im Grenadierbataillon 3, welches in jener Zeit in Panzergrenadierbataillon 172 umbenannt wurde.[1][2][3]
Von Oktober 1961 bis September 1963 absolvierte Feher den 4. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[4] Danach war er Generalstabsoffizier für Logistik (G 4) der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster, wo er im April 1964 Major wurde, war ab Oktober 1965 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der 10. Panzergrenadierdivision in Sigmaringen, wurde 1967 Oberstleutnant, war von Oktober 1967 bis März 1971 Lehrstabsoffizier im Stabsoffizier-Auswahllehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wurde 1971 Oberst und war von April 1971 bis März 1972 stellvertretender Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 17 in Hamburg-Rahlstedt[5.1] und von April 1972 bis März 1979 Referatsleiter VI 3 (Langfristige Planung) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1][2][3]
Im April 1979 wurde Feher Kommandeur des Heimatschutzkommandos 14 in Lingen/Ems und im April 1981,[5.2] nach dessen Umgliederung und Umbenennung, Brigadekommandeur der Heimatschutzbrigade 52 in Lingen/Ems.[5.1] Im April 1983 erfolgte die Ernennung zum Brigadegeneral.[1] Mit Ablauf des September 1985 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]
Feher war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Kinder.[3]
Auszeichnungen
- Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1984)[2][7]
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 521–522.
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 129.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 41.