Helmut Gebhardt

deutscher Maler und Grafiker in der DDR From Wikipedia, the free encyclopedia

Helmut Gebhardt (* 5. Juli 1926 in Dresden; † 21. November 1989 ebenda) war ein deutscher Grafiker und Maler in der DDR.

Leben

Gebhardt war der Sohn eines Schumachers. Nach der Volksschule absolvierte er von 1941 bis 1944 eine Lehre als Lithograph. 1947 bis 1951 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, insbesondere bei Wilhelm Lachnit. Anschließend war er in Dresden als Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR als freischaffender Maler und Grafiker tätig.[1] Gebhardt wurde vor allem mit seinen Farbgrafiken (Linolschnitt, Holzschnitt, Siebdruck) bekannt. Diese zeigen zumeist Landschaften und Stillleben, Stadtmotive und figürliche Szenen, häufig aus den Themenbereichen Sport und Tanz. Die Malerei spielte eine untergeordnete Rolle in seinem Gesamtwerk und seine Zeichnungen, die er unter anderem mit Feder, Pinsel, Kreide, Pastell, Bleistift und der Frottage-Technik anfertigte, dienten überwiegend der Vorbereitung seiner Druckarbeiten.[2] Als Auftragsarbeiten schuf er auch baugebundene Werke. Er hatte eine bedeutende Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1977 bis 1988 an der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. 1956 erhielt Gebhardt den Kunstpreis der Stadt Dresden[2] und 1981 die Verdienstmedaille der DDR[3].

Fotografische Darstellung Gebhardts

Rezeption

„Helmut Gebhardts technisches Medium ist der farbige Linolschnitt, die bevorzugte Arbeitsmethode der Druck in serieller Variation, der dem einzelnen Abzug seine einmalige Farbbesonderheit lässt … Gebhardt trägt am konsequentesten in Dresden die graphischen Impulse weiter, die von Wilhelm Lachnit gekommen sind; auch Anregungen von Hermann Glöckner sind nicht zu übersehen.“
Lothar Lang[5]

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Gebhardts (unvollständig)

Werkbeispiele

Druckgrafik

  • Teller (1970, Farbholzschnitt, 30 × 39 cm)[6]
  • Faschingstanz (1971, Farbholzschnitt)[7]
  • Tanz der Partisanen (1963, Linolschnitt)[8]
  • Kampf um den Ball (1981, Linolschnitt; auf der IX. Deutschen Kunstausstellung)[9]
  • Stillleben mit Kanne und Becher (1981, Farbholzschnitt, 32,5 × 44,5 cm)[10]
  • o. T. / Violette Komposition (1981, Farb-Siebdruck, 49,9 × 39,5 cm; Teil der Graphik-Edition XIII Grafische Etüden. Sachlich, Konstruktiv, Experimentell. Verlag Philipp Reclam jun., 1982)[11]
  • Mutter mit Kind (1983, Linolschnitt, 60 × 42,5 cm)
  • Dresden. Blick vom Neustädtischen Ufer (1984, Monotypie)[12]

Tafelbilder

  • Dresden (1952/1953, Mischtechnik)[13][14]

Baubezogene Werke

  • Reihe von Wandgemälden (1953/1956, mit Willy Jahn; Mensa der Medizinische Akademie Dresden)[15]

Einzelausstellungen (unvollständig)

Literatur

Einzelnachweise

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