Helmut Schad
deutsch-schweizerischer Mobilitätsforscher und Autor
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Helmut Schad (* 4. Januar 1962; † 18. Januar 2017) war ein Mobilitätsforscher, Hochschullehrer und Autor. Seine wichtigsten Arbeitsgebiete waren der Fussverkehr, die Multilokalität sowie die Akteur-Netzwerk-Theorie.
Helmut Schad war nach seinem Studium der Geographie, Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität Trier tätig.[1]
Arbeitsschwerpunkte
Helmut Schad war seit 1991 Mitglied im erweiterten Bundesvorstand des „Fuss e. V.“. In der von „Fuss e. V.“ herausgegebenen Zeitschrift Mobilogisch baute er die Rubrik „Kritischer Literaturdienst Fußgänger“ auf und betreute sie 26 Jahre lang in insgesamt 89 Ausgaben. Seine Analysen und Kommentaren bieten dem Publikum einen Überblick über bedeutende Neuerscheinungen von deren Relevanz für Forschung und Praxis.
Am Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern entwickelte Schad wissenschaftliche Projekte und Publikationen. Durch seinen interdisziplinären Zugang suchte er dem Themenbereich Mobilität neue Impulse zu vermitteln. So brachte er das Thema „Multilokalität“, also das gleichzeitige Wohnen an verschiedenen Orten, ins Bewusstsein der Wissenschaft und Praxis. Schad war ein Pionier der Entdeckung und Formulierung neuer verkehrsbezogener Zusammenhänge.
Veröffentlichungen
- Mobil und doppelt sesshaft, Studien zur residenziellen Multilokalität. 2014, ISBN 978-3-900830-85-4.
- Revue Quetelet. Presses Universitaires De Louvain, 2013, ISBN 978-2-87558-244-7.
- Zu Fuß mobil. Praktisches, Förderliches und Forderndes zum Fußverkehr. Heft 158. Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen ILS (Hg.). Nov. 2000. (80 S.)
- Prognos AG: Modellversuch „mobiles Schopfheim“ zur Veränderung von mobilitätsbezogenen Einstellungen und des Verkehrsverhaltens. Ergebnisse der Begleitforschung im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg und der Stadt Schopfheim. Basel 1997.
- mit M. Flamm, C. Wagner, Th. Frey: Neue integrierte Mobilitätsdienstleistungen in der Schweiz. Nationales Forschungsprogramm Verkehr und Umwelt. Bern 1999.