Helmut Siepmann
deutscher Romanist und Hochschullehrer
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Helmut Siepmann (* 29. August 1937 in Essen) ist ein deutscher Romanist, Lusitanist und emeritierter Hochschullehrer.
Werdegang
Siepmann studierte von 1957 bis 1962 Romanistik und Geschichte an den Universitäten Tübingen, Lille und Bonn, wo er das Staatsexamen absolvierte. An der Universität Bonn promovierte er 1966 über Die allegorische Tradition im Werke Clément Marots.[1] Anschließend war er an den Universitäten Bochum und Köln mit Forschungsaufenthalten in Lissabon und Paris tätig. In Köln folgte 1975 die Habilitation über Die portugiesische Lyrik des Segundo Modernismo.[2] Zum Folgejahr wurde er nach Lehrstuhlvertretungen in Bielefeld und Aachen Professor für Romanistik an der RWTH Aachen. Von 1987 bis 1990 war er ebenda Dekan der Philosophischen Fakultät. Siepmann war zudem in der Lehre in Lissabon und Fortaleza tätig. 2002 wurde er emeritiert.[3]
Seit 1994 ist Siepmann Leiter der Portugalabteilung des Zentrums Portugiesischsprachige Welt an der Universität zu Köln, seit 1998 Präsident der Deutschen Gesellschaft für die afrikanischen Staaten portugiesischer Sprache.[4] Zu Siepmanns Forschungsschwerpunkten gehören die französische Literatur der Renaissance, der Klassik und der Moderne, die spanische Literatur des Siglo de Oro und der Moderne sowie die portugiesischsprachigen Literaturen Portugals, Brasiliens, Angolas und Mosambiks und dabei vor allem Lyrik und Theater, Roman und Novellistik.[4]
Schriften (Auswahl)
- Die portugiesische Lyrik des Segundo Modernismo. Frankfurt/M. 1977, Klostermann (zugl. Habil. Uni Köln, 1975).
- Portugiesische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts in Grundzügen, 2. überarbeitete Aufl. Darmstadt 1995, WBG. ISBN 978-3-534-08794-5.
- Kleine Portugiesische Literaturgeschichte. München 2003, Beck. ISBN 978-3-406-49476-5.