Heneicosansäure

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Die Heneicosansäure ist eine gesättigte langkettige Fettsäure mit ungeradzahliger Kohlenstoffzahl und gehört zur Stoffgruppe der Alkansäuren. Ihre Salze und Ester heißen Heneicosanoate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Heneicosansäure
Allgemeines
Name Heneicosansäure
Andere Namen
  • n-Heneicosansäure
  • Henicosansäure
  • Medullinsäure (veraltet)
Summenformel C21H42O2
Kurzbeschreibung

farblose Nadeln[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2363-71-5
EG-Nummer 219-113-3
ECHA-InfoCard 100.017.377
PubChem 16898
Wikidata Q911218
Eigenschaften
Molare Masse 326,56 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

74–75 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Wie die meisten langkettigen Fettsäuren mit ungerader Kohlenstoffzahl kommt Heneicosansäure in der Natur nur selten und in geringer Konzentration vor.[4]

Nachgewiesen wurde diese Fettsäure im menschlichen Milchfett zu 0,24 % der Fettsäuren,[5] in Pilzen der Gattung Armillaria (beispielsweise Armillaria tabescens) zu 4–5 % der Fettsäuren[6] sowie in wenigen Pflanzen.

Ringloser Hallimasch
(Armillaria tabescens)

Sie kommt zu 0,72 % der Fettsäuren im Öl aus Samen von Azadirachta excelsa vor, einem Verwandten des indischen Niem-Baums,[7] sowie zu 2,26 % der Fettsäuren in den Samen von Mucuna flagellipes, einer Hülsenfrucht, die in Indien auf ihre Eignung als Tierfutter untersucht wurde. In der gleichen Untersuchung konnte bei weiteren vier Mucuna-Arten keine Heneicosansäure gefunden werden.[8]

Bei einigen Mikroorganismen wie Rickettsia typhi und Rickettsia prowazekii (Gattung Rickettsia) kommt sie chemisch gebunden an ein Lipopolysaccharid vor.[9]

Gewinnung und Darstellung

Heneicosansäure kann durch Oxidation von 1-Docosen mit Kaliumpermanganat hergestellt werden.[10]

Verwendung

Wegen ihrer Seltenheit und ihres geringen Vorkommens in biologischem Material wird sie – wie auch Tridecansäure und Nonadecansäure – in der gaschromatographischen Analyse von Fettsäuren häufig als interner Standard eingesetzt (z. B.[11]).

Einzelnachweise

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