Henriette Schmidt-Burkhardt

deutsche Unternehmerin und Mäzenin From Wikipedia, the free encyclopedia

Henriette Marie Wilhelmine Schmidt-Burkhardt (* 8. März 1926 in Nürnberg; † 21. Februar 2014) war eine deutsche Unternehmerin und Mäzenin. Sie war geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Lebkuchen-Schmidt.

Leben

Schmidt-Burkhardt studierte zunächst Pädagogik und wurde Grundschullehrerin. 1952 heiratete sie Rudolf Schmidt-Burkhardt, den Adoptivsohn des Inhabers von Lebkuchen-Schmidt, der nach dem Tod des Gründers der Firma im Jahr 1961 gemeinsam mit seinem Bruder das Unternehmen führte. 1983, nachdem ihr Schwager gestorben war – wie bereits drei Jahre zuvor ihr Ehemann – entschied Schmidt-Burkhardt, die Leitung von Lebkuchen-Schmidt zu übernehmen. Ihren Beruf als Lehrerin hatte sie bereits 1961 aufgegeben. Unter ihrer Führung konnte das Unternehmen expandieren. Bis zu ihrem Tod stand Lebkuchen-Schmidt unter der Leitung Schmidt-Burkhardts.[1]

Mäzenin

Da Schmidt-Burkhardt keine Nachkommen hatte, gründete sie eine Stiftung, um den Fortbestand der Firma auch nach ihrem Tod zu sichern.

Henriette Schmidt-Burkhardt gehörte zu den Initiatoren des Nürnberger Klassik Open Air, das sie von Beginn unterstützte.[2] Von ihrer Unterstützung konnten außerdem die Hochschule für Musik Nürnberg profitieren und ebenso die Nürnberger Symphoniker – Schmidt-Burkhardt sponserte den Bau eines Konzertsaals.

Der Lehrstuhl für Lebensmittelchemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde von Henriette Schmidt-Burkhardt gestiftet und trägt ihren Namen. Der von der Unternehmerin ebenfalls gestiftete, mit 10.000 Euro dotierte Rudolf-Schmidt-Burkhardt-Gedächtnispreis ist der höchstdotierte Preis der Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universität München, der unter Berücksichtigung ethischer Aspekte jährlich für eine auch im internationalen Vergleich herausragende Dissertation vergeben wird.[3]

Auszeichnungen und Ehrungen

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI