Henrik Falk
deutscher Manager
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Henrik Falk (* 25. April 1970 in Berlin-Friedrichshain) ist ein deutscher Manager und Jurist. Seit Anfang 2024 ist er Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).[1] In seiner beruflichen Laufbahn machte er sich unter anderem durch sein Engagement für Digitalisierung und technische Innovationen in der Nahverkehrsbranche einen Namen.[2]

Leben
Aufgewachsen im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain absolvierte er nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Maschinenbauer. Später studierte er Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Eine betriebswirtschaftliche Ausbildung erfolgte in St. Gallen / Schweiz. Es folgten Referendariate in Berlin und Paris.[2][3]
Beruflich startete Falk im Jahr 1999 als Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht und wurde in diesem Zusammenhang auch Partner in einer bekannten Kanzlei.[3] Im Jahr 2004 begann seine Laufbahn bei der BVG, bei der er zunächst den Gremienbereich als Chefsyndikus leitete. Nach drei weiteren Jahren übernahm er bei der BVG-Beteiligungsholding die Geschäftsführung.[2]
In den Jahren 2008 bis 2015 avancierte er zum Vorstand Finanzen und Vertrieb der BVG. Neben Einkauf und Recht war er ebenfalls zuständig für die Bereiche Vertrieb, Finanzen sowie IT. Während seiner Amtszeit verließ die BVG die Verlustzone.[2][4] Mit Beginn des Jahres 2016 wechselte Henrik Falk zur Hamburger Hochbahn AG, bei der er als Vorstandsmitglied agierte und im Februar desselben Jahres zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde.[5] In dieser Funktion setzte er sich maßgeblich für die Entwicklung des „Hamburg Taktes“ sowie der Digitalisierung der Mobilität, die Umstellung auf E-Mobilität und den Aufbau eines Systems mit autonomen Shuttles ein.[2][6] Nach einer achtjährigen Amtszeit in Hamburg kehrte Falk Anfang 2024 zu den Berliner Verkehrsbetrieben zurück und bekleidet seitdem als Nachfolger von Eva Kreienkamp die Position des Vorstandsvorsitzenden.[6]
Henrik Falk ist verheiratet und hat drei Kinder.[2]
Arbeitsschwerpunkte
Henrik Falk legt einen Fokus auf technische Innovationen und die Digitalisierung des öffentlichen Nahverkehrs.[2] Zum Start seiner Amtszeit bei der Hamburger Hochbahn formulierte Falk seine strategischen Ziele mit der Modernisierung, Effizienzsteigerung und nachhaltigen Ausrichtung des Nahverkehrs.[7] Bei der BVG setzt Falk seit Beginn seiner Vorstandstätigkeit Projekte zur Innovation des Unternehmens um,[1] zum Beispiel die Einflottung der neuen U-Bahn Generation JK und die Grundsteinlegung für den ersten neuen Bus-Betriebshof seit den 1970er Jahren.[8]
Rezeption und Kritik
Die Übernahme des Vorstandsvorsitzes bei der BVG Anfang 2024 erfolgte in einer Phase, die von den Medien als „Krise der Berliner Verkehrsbetriebe“ wahrgenommen wurde. Falks strategischer Kurswechsel zu „Stabilität vor Wachstum“ wird als notwendige, aber radikale Reaktion auf strukturelle Defizite und einen hohen Sanierungsbedarf beschrieben.[9][10]
Falks Vergütung wird in der Presse indes kritisch thematisiert, da die Höhe seiner Bezüge im Gegensatz zu den hohen finanziellen Defiziten des landeseigenen Unternehmens und der Notwendigkeit des angekündigten harten Sanierungskurses steht.[11]
Mitgliedschaften und Engagement
Henrik Falk ist Mitglied verschiedener Gremien und Organisationen im Verkehrssektor, darunter:
- Das Präsidium des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
- Er ist Mitglied im Aufsichtsrat der HUK Coburg.[2]