Henrik Wiese

deutscher Flötist From Wikipedia, the free encyclopedia

Henrik Wiese (* 22. Juli 1971 in Wien) ist ein deutscher Flötist.

Leben und Karriere

Er studierte zunächst in seiner Heimatstadt Hamburg als Jungstudent bei Ingrid Koch-Dörnbrak. Sein ordentliches Studium bei Paul Meisen in München absolvierte er bis zum Meisterklassendiplom. Henrik Wiese war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Henrik Wiese ist Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 1995 und der internationalen Wettbewerbe in Kobe / Japan 1997, Markneukirchen 1998, Odense / Dänemark Carl Nielsen 1998 und München (ARD) 2000.[1]

1995 wurde er als Soloflötist an die Bayerische Staatsoper München engagiert. 2006 wechselte er auf dieselbe Position ins Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In den Jahren 2014, 2016 und 2018 spielte er im Bayreuther Festspielorchester. Als Traversflötist war Henrik Wiese von 2010 bis 2024 Mitglied in der Accademia giocosa. Sein künstlerisches Schaffen ist durch zahlreiche Aufnahmen (CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen) dokumentiert.

Nach Lehrtätigkeiten am Salzburger Mozarteum, an Tokyo Geidai und an den staatlichen Musikhochschulen in Hamburg und Leipzig erhielt Henrik Wiese einen Ruf (als Erstplatzierter) an die Hochschule für Künste in Bremen (2018), an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar (2019) und an die Hochschule für Musik in Nürnberg (2020). Im Sommer 2023 beendete er seine Lehrtätigkeit als Professor, um sich breiter gefächerten internationalen Aufgaben zu widmen. 2024 erschien sein Übungsbuch Vom Klang zum Ausdruck im Musikverlag Zimmermann.

Seit 1997 hat Henrik Wiese als Herausgeber gearbeitet unter anderem für Breitkopf & Härtel in Wiesbaden, Universal Edition Wien oder den G. Henle Verlag in München. Im Zentrum seines editorischen und wissenschaftlichen Interesses stehen dabei die Werke Wolfgang Amadeus Mozarts, des Bach-Schülers Johann Philipp Kirnberger und des Gewandhaus-Kapellmeisters Carl Reinecke. Sein Probespielstellenband The Piccolo & Alto Flute Audition wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis 2021/2022 ausgezeichnet.

Wiese ist Synästhetiker.

Schriften

  • Wiese: Vom Klang zum Ausdruck. Ein Übungsbuch für Flöte. Musikverlag Zimmermann. Mainz 2024. ZM 36390.

Editionen (Auswahl)

Literatur

  • Alain Pâris: Klassische Musik im 20. Jahrhundert. München 1997.
  • David M. Cumming: International Who’s Who in Music and Musicians’ directory. Cambridge (GB) 1998 ff.
  • Kürschners Deutscher Musik-Kalender. München 2002 ff.

Einzelnachweise

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