Henry Baldwin Ward

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Henry Baldwin Ward (* 4. März 1865 in Troy, New York;[1]30. November 1945 in Champaign, Illinois) war ein US-amerikanischer Zoologe, Parasitologe und Phykologe.[2] Sein botanisches Autorenkürzel lautet „H.B.Ward“. Er war Gründer und erster Präsident der American Society of Parasitologists sowie Gründer und Herausgeber des Journal of Parasitology.

Porträt Henry B. Ward (1905)

Leben

Ward war der Sohn von Richard Halsted Ward, einem Professor für Biologie am Rensselaer Polytechnic Institute.[3] Er erwarb seinen Bachelorabschluss am Williams College in Williamstown, Massachusetts, im Jahr 1885. Anschließend arbeitete er von 1886 bis 1888 als Dozent für Naturwissenschaften an der Troy High School.[1]

Von 1888 bis 1890[3] nahm Ward zwei Jahre lang an postgradualen Studien an europäischen Universitäten teil, unter anderem in Göttingen, Freiburg und Leipzig, sowie an biologischen Stationen in Neapel, Helgoland und Villefranche-sur-Mer.[1] 1892 wurde er an der Harvard University zum Ph.D. promoviert.[3]

1892 nahm Ward eine Stelle als Dozent für Morphologie an der University of Michigan an. Im folgenden Jahr wurde er Assistant Professor für Zoologie an der University of Nebraska-Lincoln. 1893 beauftragte ihn die Michigan Fish Commission mit einer Studie über die Nahrungsquellen der Fische im Gebiet der Traverse Bay, teilweise als Reaktion auf den Rückgang der kommerziellen Fischerei in Nord-Michigan.[4] 1899 wurde Ward zum Professor befördert. Drei Jahre später wurde er Dekan der medizinischen Fakultät.

1909 wurde Ward zum Professor für Zoologie an der University of Illinois ernannt, wo er 1933 den Titel eines emeritierten Professors erhielt. Er lebte in seinem Haus in Champaign, Illinois, wo er am 30. November 1945 starb.[5][6]

Neben seiner zoologischen Arbeit leistete Ward auch Beiträge zur Phykologie und Parasitologie. 1914 gründete er das Journal of Parasitology[2] und war der erste Präsident der American Society of Parasitologists (ASP). Die Ward Medal der ASP, die 1959 gestiftet wurde, ist ihm zu Ehren benannt.[7] Von 1933 bis 1937 war er Generalsekretär der American Association for the Advancement of Science und blieb bis 1941 Mitglied ihres Exekutivausschusses.[8]

Am 11. September 1894 heiratete er Harriet Cecilia Blair, mit der er zwei Kinder hatte.[1]

Als engagierter Naturschützer war Ward von 1928 bis 1929 Präsident der Izaak Walton League.[6][9]

Einzelnachweise

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