Herbert Hagenbruck
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Herbert Hagenbruck (* 11. Dezember 1928 in Sterkrade, heute Oberhausen; † 3. Juni 2020) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Hagenbruck wurde als Sohn eines Diplom-Ingenieurs und Chefingenieurs in der Industrie geboren. Am 13. Januar 1945 trat er mit 16 Jahren in die Wehrmacht ein und war Grenadier in der Kampfgruppe Oberst Funke mit Fronteinsatz im Raum Schlesien. Er geriet nicht in Kriegsgefangenschaft. Im Januar 1948 beendete er die Schulausbildung mit dem Abitur. Von Februar 1948 bis April 1956 diente er in der Bereitschaftspolizei des Landes Niedersachsen (anfangs Bereitschaftspolizei Braunschweig).[1][2][3]
Am 1. Mai 1956 trat Hagenbruck als Fahnenjunker und Offizieranwärter beim Grenadierlehrbataillon in Hammelburg in die Bundeswehr ein. Nach Lehrgängen wurde er im März 1957 Leutnant und war er ab Juli 1957 Zugführer im Grenadierbataillon 41 in Dedelstorf, wo er im Oktober 1958 Oberleutnant wurde, und ab April 1959 Kompaniechef im selben Bataillon, das nach Göttingen verlegt worden war. Im Juni 1960 wurde er Hauptmann.[1][2][3]
Von Oktober 1962 bis September 1964 absolvierte Hagenbruck den 5. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[4] Im August 1964 wurde er Major und war in der 1. Luftlandedivision in Bruchsal zunächst ab Oktober 1964 Generalstabsoffizier für Logistik (G 4), dann ab April 1965 Generalstabsoffizier für Personalwesen (G 1) und schließlich ab Januar 1967 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3). Im März 1968 wurde er Bataillonskommandeur des Fallschirmjägerbataillons 252 in Nagold. Im August 1968 wurde er mit 39 Jahren damals jüngster Oberstleutnant der Bundeswehr. Ab September 1970 war er Generalstabsoffizier und Taktiklehrer an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg und absolvierte von Februar bis Juni 1972 den 51. Lehrgang am Joint Forces Staff College der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Norfolk in Virginia. Ab September 1972 war er Lehrgruppenleiter, Truppenführungslehrer und Lehrgangsleiter an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er im Mai 1973 zum Oberst befördert wurde.[1][2][3]
Ab April 1976 war Hagenbruck Brigadekommandeur der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis.[5.1] Dort erfolgte im Oktober 1980 die Ernennung zum Brigadegeneral. Ab April 1983 war er in seiner letzten Verwendung stellvertretender Divisionskommandeur der 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg.[5.2] Mit Ablauf des September 1988 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]
Hagenbruck war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Töchter.[3] Er starb 2020 im Alter von 91 Jahren.[7]
Auszeichnungen
- Eisernes Kreuz II. Klasse[2]
- Panzervernichtungsabzeichen (ein Panzer im Nahkampf vernichtet: 22. Januar 1945)[2]
- 1980: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[1][2]
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 213–214.
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 188.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 57.