Herbert Josef Schero
deutscher Maler, Objektkünstler und Publizist
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Herbert Josef Schero (auch Herbert J. Schero; * 1. März 1953 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Maler, Objektkünstler und Publizist.
Leben
Herbert Josef Schero wurde am 1. März 1953 im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen geboren. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Buchdrucker. Anschließend nahm er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf auf. Schero wurde Meisterschüler des Malers Rolf Sackenheim. Nach dem Ende seines Studiums reiste Schero nach Indien, um hier an der privaten Kangra School of Miniature Painting in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Himachal Pradesh zu studieren. Nach dem Ende seiner Ausbildung macht sich der Künstler selbstständig, pendelte in den kommenden Jahren zwischen Duisburg, Berlin und Goa.[1]
Neben seiner Tätigkeit als bildender Künstler, gab Schero Bücher heraus, die er teilweise selbst schrieb. Außerdem kuratierte er Ausstellungen Im Jahr 1987 erhielt er für seine Arbeit ein Stipendium des Kreises Westfalen-Lippe. Die von ihm kuratierte Ausstellung „Tao des Himmels – Tao der Erde“, die 1999 im chinesischen Chengdu stattfand, wurde von Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert. Schero gründete 1998 den Kulturverein „Aorta“, dessen Projekte er leitet. Im Jahr 2013 kritisierte Schero die Interessengemeinschaft Duisburger Künstler öffentlich für ihre Vergabeverfahren für städtische Ateliers und erregte damit großes Medieninteresse.[2][3]
Werke (Auswahl)
Herbert Josef Schero schuf seit den 1980er Jahren Kunstwerke, die vor allem der Objektkunst zuzurechnen sind. Daneben arbeitete er immer wieder an Collagen und multimedialen Arbeiten. Einzelausstellungen seiner Werke zeigen Arbeiten, die sich eng an asiatischen Kunstrichtungen orientieren. Dabei spielt die transzendente Kraft des Mana für die Konzeption vieler Arbeiten eine Rolle.[4] Schero ist daneben als Publizist tätig, wobei es sich bei dem von ihm herausgegebenen Werken vor allem um Ausstellungskataloge handelt.
Einzelausstellungen
- 1992, Museum Wesel, Wesel
- 1994, Europ'ART, Genf
- 1997, House of Art, Wuhan
- 1998, Cubus Kunsthalle, Duisburg
- 1998, Arthouse, Kunming
- 1999, Chengdu Art Museum, Chengdu
- 1999, Kunsthalle Faust, Hannover
- 2001, Tagore Center, Berlin
- 2002–2004, Stadtteil als begehbares Kunstwerk, Duisburg-Hochfeld
Bücher
- Poesie ohne Titel. Westarp-Verlag, Duisburg 1983, ISBN 3-923456-07-7.
- Tätowierte Sinnlichkeit. Edition Phoenix Shanti, Duisburg 1995, ISBN 3-925684-02-6.
- Utopie des Bedauerns. Edition Phoenix Shanti, Duisburg 1996, ISBN 3-925684-00-X.[5]
- Liebe tötet, Liebe (h)eilt. Essays. Edition Phoenix Shanti, Duisburg 1992, ISBN 3-925684-11-5.
- The Beginning and Ending of Reading Edition Phoenix Shanti, Duisburg 1997, ISBN 3-925684-08-5.
- MANA Macht und Mächte. Edition Phoenix Shanti, Duisburg 1999, ISBN 3-925684-09-3.
Literatur
- Christoph Brockhaus (Hrsg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
- Ingeborg Dörr: Der Bedürfnisaltar von Herbert J. Schero. In: Utopie des Bedauerns. Phoenix-Shanti, Duisburg 1996, ISBN 3-925684-00-X, S. 58–60.