Herbert Kny

deutscher Glasgestalter From Wikipedia, the free encyclopedia

Herbert Kny (* 2. November 1939 in Tetschen-Bodenbach;[1]2001)[2] war ein deutscher Glasdesigner

Leben und Werk

Die Familie Knys wurde in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus der Tschechoslowakei in die Sowjetische Besatzungszone vertrieben. Er absolvierte von 1954 bis 1956 eine Lehre als Glasgraveur und studierte von 1956 bis 1959 an der Fachschule für angewandte Kunst Magdeburg Glasgestaltung. Danach arbeitete er als Glas- und Formgestalter in der Glasindustrie, u. a. im VEB Technische Gläser Ilmenau und ab 1983 im VEB Glaskunst Lauscha. Von 1969 bis 1973 studiert er extern an der Ingenieurschule für technische Glasgestaltung Ilmenau. Als Glasgestalter erarbeitet Kny Industrieentwürfe, deren serielle Ausführung von Glashütten bzw. Glasbläsern in volkseigenen Betrieben übernommen wurde.[3] Seine Kunstwerke verkaufte er über den Staatlichen Kunsthandel der DDR.[4] Als Entwerfer arbeitete er unter anderem für den VEB Glaswerk Schmiedefeld[2] sowie für VEB Kunstglas Gehren[2], wo seine Entwürfe umgesetzt wurden.

Charakteristisch für Knys Arbeiten sind klar geführte Formen, teils aufwändige Herstellungsmethoden und der bewusste Einsatz optischer Glastechniken[5].

Kny wurde mit der Ehrenurkunde des Kunsthandwerks der DDR geehrt. Von ihm designte Produkte wurden auf der Leipziger Messe mit dem Prädikat Gute Form und Gestalterische Spitzenleistung ausgezeichnet.

Produkte nach Entwürfen Knys sind in öffentlichen Sammlungen vertreten.

Werkbeispiel

Ausstellungsbeteiligungen (unvollständig)

Literatur

  • Who’s Who in Contemporary Glass Art. A Comprehensive World Guide to Glass Artists, Craftsmen, Designers. Waldrich, München 1993.
  • Dietmar Eisold: Lexikon Künstler in der DDR. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9., S. 460
  • Gestalt und Funktion: Kunsthandwerk in Thüringen. Hessisch-Thüringische Brandversicherungsanstalt Kassel-Erfurt : Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Erfurt 1993, ISBN 978-3-925050-03-9, S. 182–83.

Einzelnachweise

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