Herbert Kohlmaier

österreichischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Herbert Kohlmaier (* 29. Dezember 1934 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP).

Leben und Wirken

Herbert Kohlmaier maturierte 1952 in Laa an der Thaya. Als Dr. juris (1957) arbeitete er als Sozialrechtsexperte in der Arbeiterkammer und Sozialversicherung. Von 1969 bis 1988 war er Abgeordneter zum Nationalrat, von 1971 bis 1975 Generalsekretär der ÖVP, von 1978 bis 1987 Bundesobmann des ÖAAB, der ÖVP-Arbeitnehmerorganisation, und von 1988 bis 1995 Volksanwalt der Republik Österreich. Ehrenamtlich leitete er mehrere Organisationen wie den Österreichischen Familienbund, die Österreichisch-Italienische Gesellschaft, den Versehrtensportverband und die Vereinigung für Medienkultur. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, u. a. den ÖVP-Politikern Erhard Busek und Andreas Khol, gründete er 1998 die Reformbewegung „Laieninitiative“ in der katholischen Kirche. Diese Initiative, die von mehr als 13.000 Personen unterstützt wurde, leitete er von 2009 bis 2011 und – nach mehrjähriger Unterbrechung – bis 2016 erneut. Sie forderte eine zeitgemäße Kirche mit aktiver Mitsprache des Kirchenvolkes, ferner die Abschaffung des Pflichtzölibats und die Weihe von Frauen zunächst zu Diakoninnen.[1]

Im Jahr 1957 heiratete er Edith Libanitz. Mit ihr hat er vier Kinder und gemeinsam haben sie sieben Enkel und drei Urenkel.

Seit 1978 ist er Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung KÖStV Rudolfina Wien im ÖCV.

Auszeichnungen

Werke

Einzelnachweise

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