Hercules: The Legendary Journeys (Computerspiel)
Computerspiel aus dem Jahr 2000
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Hercules: The Legendary Journeys ist ein Action-Adventure-Spiel aus dem Jahr 2000, das auf der gleichnamigen Fernsehserie basiert und von Titus Interactive für das Nintendo 64 und den Game Boy Color veröffentlicht wurde.
Titus Interactive (GBC)[2]
Game Boy Color
| Hercules: The Legendary Journeys | ||
| Entwickler | Player 1 (N64)[1] Titus Interactive (GBC)[2] | |
|---|---|---|
| Publisher | Titus Interactive | |
| Veröffentlichung | Nintendo 64 Game Boy Color | |
| Plattform | Nintendo 64, Game Boy Color | |
| Genre | Action-Adventure | |
| Thematik | Hercules | |
| Spielmodus | 1-Spieler | |
| Steuerung | Nintendo-64-Controller | |
| Medium | Game Pak: 128-Mbit Steckmodul[5] | |
| Sprache | Englisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch[5] | |
| Altersfreigabe |
| |
| Information | Unterstützt das Controller Pak und Rumble Pak[1] | |
Die Nintendo-64-Version erhielt gemischte bis positive Kritiken, wobei sie für ihre Inhaltsvielfalt gelobt, aber dafür kritisiert wurde, dass sie sich zu sehr nach The Legend of Zelda: Ocarina of Time anfühlte. Die Game-Boy-Color-Version erhielt unterdessen gemischte bis negative Kritiken. Sie wurde für ihr Gameplay und ihre Herausforderungen kritisiert.
Gameplay
Der Spieler steuert Herkules und seine Freunde, Iolaus und Serena, um Zeus gegen die Mächte von Ares und Hera und ihre Schergen zu befreien.[6] Die Nintendo-64-Version von Hercules integriert Elemente von Jump ’n’ Run, Rollenspielen und Adventure-Spielen.[7] Der Spieler absolviert Kämpfe, Quests und Rätsel, wobei jeder Charakter über einzigartige Fähigkeiten verfügt. So verfügt Herkules über die Fähigkeit, Gegenstände zu werfen, Iolaus die Fähigkeit, unzugängliche Orte zu erreichen und Serena die Fähigkeit, Fernkampfwaffen einzusetzen.[6] Das Kampfsystem ist unkompliziert und verwendet direkte Angriffe gegen die Lebensenergie von Spielern und Feinden sowie ein Magie-Menü, um magische Kräfte einzusetzen. Das Spiel umfasst zwölf Level und fünf Arenen.[8] Die Game-Boy-Color-Version von Hercules unterscheidet sich leicht von der Nintendo-64-Version. Das Spiel wird in gemischten Perspektiven als Top-Down- und Side-Scrolling-Action-Adventure-Spiel gespielt.[9] Die Game Boy-Version enthält auch die Funktion, das Game Link Cable mit einem weiteren Game Boy, auf dem Xena: Warrior Princess läuft, zu verbinden, um die Charaktere im Spiel zu wechseln und geheime Levels freizuschalten.[10]
Entwicklung
Bereits im März 1998 kündigte Titus Software an, dass sie die TV-Serien Xena: Warrior Princess und Hercules: The Legendary Journeys auf das Nintendo 64 bringen würden.[11] Hercules sollte von Player 1, einem US-Entwicklerstudio aus Kalifornien, entwickelt werden.
In einem Interview kündigte Eric Caen, CEO von Titus Interactive, an, dass das Spiel Ende des Jahres 1999 erscheinen soll. Dieser Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden. In selbigen Interview sprach Caen auch von der Idee, mit Hilfe des Controller Paks Gegenstände zwischen den Spielen von Xena und Hercules austauschen zu können.[12] Dieses Feature wurde jedoch nicht in die finale N64-Version eingebaut, sondern fand Verwendung in den Game-Boy-Color-Versionen beider Spiele.
Anfang 2000 präsentierten die Entwickler von Player 1 das Spiel einigen Journalisten. Diese lobten das Spiel für seine grafische Qualität und die großen, nebelarmen Umgebungen, obwohl anfänglich leichte Mängel bei der Kollisionserkennung und den Animationen bemerkt wurden.[13]
Auch das neue Release-Datum, welches für Sommer 2000 geplant war,[14] konnte nicht erreicht werden und das Spiel wurde auf November verschoben.[15][16]
In der Zwischenzeit präsentierte Titus Spielejournalisten eine spielbare Testversion von Hercules. Die Hoffnung der Tester war, dass der Publisher Titus und das Entwicklerstudio Player 1 die durch die verschobene Veröffentlichung gewonnene Zeit nutzen würden, um die Leistung zu verbessern, insbesondere die Framerate und das Animationssystem.[17]
Hercules erschien doch früher als geplant im August 2000 in den USA und im Oktober in Europa. Titus gab bekannt, dass das Spiel in den USA ausschließlich in Videotheken von Blockbuster zur Leihe verfügbar sein wird.[18] Ab November erschien das Spiel in den USA auch im regulären Einzelhandel.[19]
Im Jahr 2017 kam in einem YouTube-Video ein seltenes Prototyp-Modul des Spiels ans Licht. Die Version, die auf Mai 2000 datiert ist, enthält – obgleich fast identisch mit der Endfassung – spezielle Debug-Funktionen: Neben einem versteckten Menü bietet sie die amüsante Möglichkeit, dass Hercules unglaublich hohe Sprünge ausführen kann.[20]
Rezeption
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Die Rezeption der Nintendo-64-Version von Hercules war gemischt. So hat das Spiel bei Metacritic eine durchschnittliche Bewertung von 55 %.[29]
64 lobte die Bandbreite des Inhalts im Spiel und erklärte: „Es gibt eine Menge Rätsel zu knacken, Codes zu brechen und Leute zu retten ... Langeweile kommt nie auf, weil es immer etwas zu tun gibt“, sowie die „vielen verschiedenen Umgebungen“ im Spiel.[7]
Big.N rät Herkules, angesichts seines Videospielauftritts „zur Bescheidenheit“ und bemängelt, dass „keine rechte Stimmung aufkommen will“. Die spielerischen Mängel – insbesondere bei den Rätseln („Mehr, als Schlüssel von A nach B zu tragen, fiel Player 1 nicht ein“) und dem unausgereiften Kampfsystem – werden durch eine „zu schwachbrüstige“ Grafik verschlimmert.[28]
N-Zone vergab eine Bewertung von 78 % und resümiert: „Hercules ist kein absoluter Top-Titel, aber abwechslungsreiche, grundsolide Action-Adventure-Kost nicht nur für Serien-Fans.“[25]
GameSpot bewertete das Spiel als „mäßig herausfordernd“ und ein „anständiges Abenteuer“, wobei das einfache Steuerungsschema und die „solide“ Präsentation gelobt wurden.[22] Kritik an Hercules richtete sich gegen den derivativen Charakter des Spiels, mit dem mehrere Rezensenten ungünstige Vergleiche zu The Legend of Zelda: Ocarina of Time zogen.[30]
Auch die Game-Boy-Color-Version erhielt gemischte Kritiken, wobei Kritiker Frustration über die Ausführung des Gameplays äußerten. Jem Roberts von Total Game Boy lobte die „wirklich fesselnden“ Rätsel und fand „jede Menge zu tun“, bemerkte jedoch, dass das Spiel durch „dumme Herausforderungen“ und ein „unglaublich irritierendes“ Speichersystem beeinträchtigt wurde.[27]
Im Gegensatz dazu tat Oliver Lan von Game Boy Xtreme das Spiel als „monoton“ und „irritierend“ ab und fand, dass der Großteil des Gameplays „im Herumlatschen ohne etwas zu tun“ bestand; er räumte jedoch ein, dass es eine „interessante Mischung von Gameplay-Stilen“ enthielt.[10] Beide Rezensionen merkten an, dass das Spiel der Game-Boy-Color-Version von Xena: Warrior Princess überlegen sei.
Verkaufszahlen
Das Spiel war ein kommerzieller Misserfolg. Mit lediglich 27.000 verkauften Einheiten in den USA blieben die Absatzzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Dies ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: die verspätete Veröffentlichung lange nach dem Ende der zugehörigen TV-Serie Ende 1999 und den späten Zeitpunkt im Produktlebenszyklus des Nintendo 64.[31]
Weblinks
- Hercules: The Legendary Journeys bei MobyGames (englisch, aufgerufen am 11. November 2025)
- Hercules: The Legendary Journeys. In: Metacritic. Abgerufen am 11. November 2025 (englisch).
