Herman Breckerveld
Glasmaler, Radierer und Zeichner
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Leben
Herman Breckerveld wurde um 1600 in der zum Herzogtum Kleve gehörenden Stadt Duisburg geboren. Breckerveld und sein Geburtsort wurden erstmals urkundlich erwähnt, als er im Jahr 1623 als Wappen- und Glasmaler bzw. -graveur in die Lukasgilde in Den Haag eintrat. Schon 1625 tauchte Breckerveld in Arnhem auf. Dort schloss er sich der St.-Josephs-Gilde an. Im Jahr 1643 legte er das Mitgliederverzeichnis der Gilde neu auf und schuf ein gezeichnetes Frontispiz, das den heiligen Josef und Jesus als Zimmermänner zeigte.
Am 31. März 1634 hatte Breckerveld in Arnhem bereits Jennetgen Aryens geheiratet. Er arbeitete regelmäßig für adelige und kirchliche Auftraggeber, seine wichtigsten Arbeiten entstanden aber für andere Kooperationen. So schuf er 1661/1662 zwei Glasscheiben für das Waisenhaus in Rodenburg. Breckerveld betrieb ein Atelier, das in einer Nachlassteilung vom 14. Februar 1673 erwähnt wurde. Danach sollte der ebenfalls als Glasmaler tätige Sohn Josua Breckerveld das Atelier erben. Herman Breckerveld starb am 28. Februar 1673 in Arnhem.[1]
Werke (Auswahl)

Herman Breckerveld war als Glasmaler, Radierer und Maler tätig. Erste Arbeiten können 1625/1626 nachgewiesen werden. So schuf er eine Serie von Druckgrafiken, die sich an den „Vier Jahreszeiten“ des Adriaen Pietersz. van de Venne. Als Porträtmaler trat er 1626 mit einem Bild des Grafen Philipp zu Hohenlohe-Langenburg in Erscheinung. Daneben können eine Vielzahl an Landschaftsradierungen ausgemacht werden. Seine Arbeiten werden im Rijksmuseum in Amsterdam, im Kupferstichkabinett Berlin und im Museum August Kestner in Hannover aufbewahrt.
- 1625/1626, Vier Jahreszeiten, Radierung
- 1626, Philipp von Hohenlohe, Ölbild
- 1633, Der Brand der Grote Kerk in Arnhem, Ölbild
- 1644, Josef und Jesus als Zimmermänner, Kupferstich
Literatur
- Rudolf Feurer: Breckerveld, Herman. In: Allgemeines Künstlerlexikon Bd. XIV. De Gruyter, Berlin 1996. S. 52.
Weblinks
- RKD Netherlands Institute for Art History: Herman Breckerveld