Hermann Jakob

deutschnationaler Kommunalpolitiker in der Tschechoslowakei From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermann Josef Jakob (* 26. April 1865 in Karlsbad, Kaisertum Österreich[1]; † 16. Juli 1935 in Karlsbad, Tschechoslowakei[2]) war ein deutschnationaler Kommunalpolitiker in der Tschechoslowakei.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Musikers Ferdinand Jakob und dessen Ehefrau Emilia Katharina geborene Pittroff und wurde am 27. April 1865 römisch-katholisch in Karlsbad getauft. Einziger Taufpate war der Musiker Hermann Jakob aus Donawitz.

Nach dem Schulbesuch arbeitete er als Verleger in Karlsbad. Im Dezember 1887 übernahm er die Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung von Bernhard Knauer in Karlsbad und führte sie unter eigenem Namen weiter.[3]

Nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde Jakob Mitglied der Deutschen Nationalpartei und 1919 zum Bürgermeister von Karlsbad gewählt. Einer seiner ersten Amtshandlungen war ein Spendenaufruf für die März-Gefallenen 1919.

Jakob blieb bis 1933 im Amt in einer Zeit, als die Stadt erheblich erweitert wurde und der Kur- und Badebetrieb nach dem Ersten Weltkrieg sich zunehmend erhöhte. 1925 förderte er die Gründung eines Heimatmuseums in Karlsbad.[4] 1930 lebten 23.901 Einwohner in Karlsbad, davon 20.856 Deutsche, 1.446 Tschechen und 1.309 Ausländer, davon 2.120 Juden.[5]

Er starb 1935 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Sein Verlag wurde von Bernhard Junge weitergeführt, der nur zwei Jahre nach Jakob 1937 starb.[6]

Literatur

  • Die Toten der Jahre 1934–1935. In: Wilfried Brosche und Eduard Kaiser (Hrsg.): Sudetendeutsches Jahrbuch 1936. 3. Folge, 3. Band, Ed. Kaiser Verlag, Großschönau Sa. 1936, S. 169.

Einzelnachweise

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